Bilaterale Beziehungen sind "problemlos": Schröder und Berlusconi weiter uneins

Bilaterale Beziehungen sind "problemlos"
Schröder und Berlusconi weiter uneins

Deutschland und Italien sind weiter uneins über eine Lösung der Irak-Krise. Die Differenzen konnten auch bei einem Gespräch von Bundeskanzler Gerhard Schröder und Ministerpräsident Silvio Berlusconi am Donnerstag in Bremen nicht beigelegt werden.

HB/dpa BERLIN. Schröder lehnte im Anschluss noch einmal eine neue Irak- Resolution der Vereinten Nationen zum gegenwärtigen Zeitpunkt ab. Er verwies auf die klare Position, die Deutschland zusammen mit Frankreich und Russland am Vortag dazu beschlossen hätten. Berlusconi nannte einen neuen Uno-Beschluss zwar wünschenswert, aber nicht unbedingt notwendig für einen Militärschlag gegen den Irak. Diese Position vertreten auch die USA und Großbritannien.

Nach Ansicht von Berlusconi ist ein Irak-Krieg immer noch vermeidbar. Zurückhaltend äußerten sich beide Politiker zu dem kanadischen Vorschlag, die Arbeit der Uno-Waffeninspekteure zu verlängern, dafür aber genaue Fristen zu setzen. Dies seien "theoretische Erwägungen", sagten Schröder und Berlusconi übereinstimmend.

Der Kanzler wollte nicht zu Bemühungen Großbritanniens Stellung nehmen, eine veränderte Resolution in New York vorzulegen. Da er den Text nicht kenne, wolle er nichts dazu sagen. Berlusconi meinte dagegen, dies könne eine Möglichkeit für einen Kompromiss sein. Schröder und Berlusconi bezeichneten die bilateralen Beziehungen als weitgehend problemlos. Noch keine Einigung erzielten sie bei dem Konflikt über das europäische Satellitensystem Galileo. Beide Länder beanspruchen dafür die industrielle Führerschaft.

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