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Bilder vom kranken Gehirn: Neues SpitzengerätDPA-Datum: 2004-07-05 13:15:19

Jülich (dpa) - Das Forschungszentrum Jülich hat am Montag ein Spitzengerät in Betrieb genommen, das detaillierte Bilder vom Gehirn liefern soll. Der neue Magnetresonanz-Tomograph (MRT) sei mit einer magnetischen Feldstärke von vier Tesla der zweitstärkste seiner Art in Europa, teilte das Zentrum mit.

Jülich (dpa) - Das Forschungszentrum Jülich hat am Montag ein Spitzengerät in Betrieb genommen, das detaillierte Bilder vom Gehirn liefern soll. Der neue Magnetresonanz-Tomograph (MRT) sei mit einer magnetischen Feldstärke von vier Tesla der zweitstärkste seiner Art in Europa, teilte das Zentrum mit.

Mit Hilfe dieses Gerätes erwarten die Wissenschaftler bahnbrechende Erkenntnisse über Alterserkrankungen wie Alzheimer und Parkinson. Für die Arbeit mit Patienten werde zum Jahreswechsel eine klinische Forschungsstation mit elf Betten eingerichtet.

Mit zunehmenden Alter nehme die Zahl von Patienten mit Demenz, Alzheimer, Parkinson oder Schlaganfall explosionsartig zu, sagte der Leiter des medizinischen Instituts, Karl Zilles. Neue Erkenntnisse sollen zu einer besseren medizinischen Behandlung führen.

So helfen bei Parkinson zunächst Medikamente, die später aber keine Wirkung mehr zeigen. Es sei zudem bekannt, dass das Gehirn «Systemausfälle» kompensiere. «Wenn man weiß, wie das geht, kann man das Gehirn gezielt dabei unterstützen», sagte Zilles. Das Bild gebende Verfahren könne Aufschluss darüber geben, wie das erkrankte Gehirn arbeitet.

Auch bei Schlaganfall-Patienten erwarten die Jülicher Forscher neue Erkenntnisse. Die Gehirnbilder sollen zeigen, welche Maßnahmen die Rehabilitation am besten fördern.

Mit seiner Feldstärke von vier Tesla ist das MRT knapp drei Mal so leistungsstark wie klinische Routine-Geräte. Das neue 3,5 Millionen Euro teure Gerät wurde zur Hälfte von der Deutschen Forschungsgesellschaft und vom Forschungszentrum finanziert.

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