Bilderbuchwetter in Deutschland
Kältewelle in West- und Südeuropa

Die winterliche Kälte hat Europa weiter fest im Griff. Während in Süddeutschland frostiges Bilderbuchwetter Zehntausende am Samstag in die Alpen lockte, waren in Frankreich zahlreiche Wintersportorte von der Außenwelt abgeschnitten.

HB/dpa HAMBURG/MADRID/LONDON. In London wurden Flüge abgesagt, die Schweiz meldet Rekordwerte bei den Minustemperaturen. Ein Vierjähriger starb im Kanton Luzern, nachdem er nach dem Schlittenfahren im Schnee eingebrochen und in einen Bach gestürzt war. Im ganzen Alpengebiet drohen Lawinen. In Rom wird Schnee erwartet.

Die Deutschen freuten sich nach dem Verkehrschaos der vergangenen Tage durch Eis und Schnee am Wochenende vielerorts über traumhaftes Winterwetter. Auf den Autobahnen Richtung Alpen gab es jedoch - ausgelöst auch durch den Ferienbeginn in fünf Bundesländern - kilometerlange Staus.

In Großbritannien waren Flug- und Zugverkehr vom neuerlichen Wintereinbruch stark betroffen. Der Flughafen Stansted in der Nähe von London musste am Freitagabend geschlossen werden, hunderte Passagiere verbrachten die Nacht in den Abfertigungshallen. Auch in Heathrow und Gatwick kam es zu stundenlangen Verspätungen. Der Eurostar-Zug durch den Ärmelkanal-Tunnel fuhr ebenso nicht: 20 Verbindungen nach Paris und Brüssel wurden abgesagt, weil der Kontrast zwischen 28 Grad im und Minustemperaturen außerhalb des Tunnels die Elektroversorgung gestört hatte.

In Frankreich mussten nach starken Schneefällen zahlreiche Straßen gesperrt werden. Viele Orte vor allem in den Pyrenäen sind nicht erreichbar. In 30 Départements erhielten Lastwagen Fahrverbot. Zuvor hatten sich im Südwesten Frankreichs Hunderte Lastwagen gestaut. In Spanien starb ein Polizist, als er in einem Schneesturm von einem herabstürzenden Starkstromkabel einen elektrischen Schlag bekam. Von starken Schneefällen und Eis war neben dem Norden des Landes auch Mallorca betroffen. Mehr als 200 Dörfer sind weiter von der Außenwelt abgeschnitten, zahlreiche Straßen und Bahntrassen sind blockiert.

Eis und Kälte auch in Italien: Selbst auf Sizilien schneite es. Die Autobahnen zwischen Palermo und Catania und Neapel und Bari, auf denen im Sommer zahlreiche Touristen in den Sonnenurlaub fahren, waren wegen Schnees blockiert. Auch an der Adria gab es Schnee, in den Dolomiten wurden bis zu 24 Grad minus gemessen. Dieselbe Temperatur wurde auch in der Ostschweiz registriert. Im Westen des Landes verzeichneten die Meteorologen einen neuen Kälterekord für diesen Winter: Minus 35 Grad zeigten die Messgeräte in der Nacht zum Samstag in La Brévine an.

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