Bildung eines westpazifischen Forums im Gespräch
Australien und Indonesien wollen Differenzen beilegen

ap CANBERRA. Australien und Indonesischen wollen ihre durch den Streit um die Unabhängigkeit Osttimors entstandenen Differenzen beilegen. Anlässlich seines Besuchs in Canberra führte der indonesische Präsidenten Aburrahman Wahid am Dienstag mit dem australischen Ministerpräsidenten John Howard Gespräche über eine engere Zusammenarbeit im politischen und wirtschaftlichen Bereich. Howard und Wahid, der erste indonesische Präsident in Australien seit einem Vierteljahrhundert, vereinbarten regelmäßige Konsultationen.

Man habe auch über die Bildung eines westpazifischen Forums gesprochen, dem alle Staaten der Region beitreten könnten, sagten beide Politiker auf einer gemeinsamen Pressekonferenz. Darüber hinaus sei über Autonomievorschläge für die indonesischen Regionen Aceh und West-Neuguinea diskutiert worden. Erörtert worden seien auch Vorschläge, Führer der proindonesischen Milizen in Osttimor, die dort Kriegsverbrechen begangen hätten, vor Gericht zu stellen. Die Beziehungen zwischen beiden Ländern waren 1998 auf einen Tiefpunkt gesunken, nachdem eine von Australien geführte internationale Truppe in Osttimor intervenierte, um die Gewalt proindonesischer Milizen gegen die dortige Unabhängigkeitsbewegung zu beenden.

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