Bildung zahlt sich aus
Das beste Investment sind Sie selbst

Beim Thema Vermögensaufbau wird der wichtigste Posten oft vergessen: Das Humankapital, das der Sparer in seinem Kopf mit sich trägt. Die vielen Fähigkeiten, Sprachen, Computerkenntnisse, soziales Verhalten, Führungserfahrung und Fachwissen, die ihn zu einer attraktiven und gut bezahlten Arbeitskraft machen. So kann ein MBA leicht 1 000 Euro mehr Netto-Gehalt im Monat einbringen... und später auch 1 000 Euro mehr Rente.
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Arbeitsmarktdaten belegen: Je höher der Bildungsgrad, desto geringer die Gefahr von Arbeitslosigkeit. In Deutschland sind nur 4,1 Prozent der Akademiker ohne Job, unter Berufstätigen mit Lehre und Fachsschule beträgt die Arbeitslosenquote knapp 12 Prozent, unter den Erwerbsfähigen ohne Berufsabschluss muss dagegen jeder vierte stempeln gehen.

Was bei Berufstätigen am Ende aufs Gehaltkonto fließt, hängt laut » www.personalmarkt.de erneut stark von der Ausbildung ab. Einstiegsgehälter in der Computerbranche liegen beispielsweise laut für FH-Absolventen bei durchschnittlich 39 000 Euro, ein Hochschul-Absolvent mit Doktortitel streicht dagegen im Schnitt 50 400 Euro ein. Ein MBA an einer Top-Universität kann leicht 70 000 Euro kosten. Danach bringt er aber auch ohne weiteres 1 000 Euro mehr Nettogehalt. Damit hätte die teure Ausbildung sich nach gut sechs Jahren amortisiert, nach 20 Jahren hat sich der Einsatz verdreifacht...alles eher vorsichtig gerechnet.

Eine gute Ausbildung lohnt also, mindestens ebenso ertragreich ist aber die ständige Weiterbildung über das gesamte Erwerbsleben. "In Deutschland laufen Karrieren oft zu schmalspurig", sagt Tiemo Kracht von der Personalberatung Kienbaum, "gesucht sind heute zunehmend Kräfte, die sich rasch auf neue Gegebenheiten und Anforderungen einstellen können." Besonders die gut bezahlten Führungskräfte müssten in der Lage sein, mit international besetzten "sehr bunten" Teams zurecht zu kommen. Wer viele Jahre in der gleichen Controlling-Abteilung gesessen hat, kommt für verantwortungsvollere Jobs dann gar nicht mehr in Frage. Auslandseinsätze, Wechsel in andere Abteilungen und Arbeit an den Sprachkenntnissen sind etwa sinnvolle Investitionen ins eigene Humankapital. Einträchtig sind auch Zusatzausbildungen, wie etwa ein Seminar an der Controller-Akademie in Gauting oder der Abschluss Certified Financial Analyst. Kracht kennt einen Vertriebsfachmann, der sich über Jahre Mandarin-Chinesisch angeeignet hat. Eine größere mittelständische Firma hat ihn inzwischen zum Vertriebschef in Asien gemacht.

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