Bilfinger + Berger legt gute Zahlen vor
Dax wird unverändert erwartet

Die deutschen Standardwerte dürften am Dienstag unverändert den Tag beginnen. "Es ist absolut nichts los", sagte Aktienhändler Jörg Lang vom Düsseldorfer Wertpapierhandelshaus Lang & Schwarz.

dpa-afx/rtr FRANKFURT. Es gebe keine Reaktion, selbst auf die Krise im Nahen Osten nicht, fügte er hinzu. Für die EU-Mitgliedsstaaten werden am Mittag (MEZ) Arbeitsmarktdaten, Erzeugerpreise und Einzelhandelsumsätze veröffentlicht. "Zuletzt hat der Markt aber auf dem Weg nach oben oder unten stets alle Daten ignoriert", sagte ein anderer Börsianer.

Nach positiven US-Konjunkturdaten konnten am Montag die deutschen Aktien in Frankfurt ihre frühen Verluste zumeist wett machen. Der Dax wird nach der vorbörslichen Berechnung der Citibank mit 4 989 Punkten in den Handel starten. Die Deutsche Bank sieht das Kursbarometer bei 4 987 Zählern. Dagegen rechnet das Handelshaus Lang & Schwarz mit einer Eröffnung bei 4 995 Punkten. Am Montag hatten die deutschen Standardwerte nahezu unverändert bei 4 988 Punkten geschlossen. Der Neue Markt, dessen Auswahlindex am Vortag 2,23 Prozent nachgegeben hatte, wird Händlern zufolge bis zu einem Prozent leichter erwartet.

Nach Vorlage der Zahlen für das dritte Quartal dürfte die Aktie des im MDax notierten Mannheimer Baukonzern Bilfinger Berger mit Kursgewinnen den Handel beginnen. "Die vorgelegten Zahlen sind gut", erklärte Lang.

Nach dem spektakulären Durchbruch zur Bildung des drittgrößten deutschen Stromkonzerns mit Sitz in Berlin wird der Vorstandssprecher des Berliner Energieversorgers Bewag , Dietmar Winje, einem Pressebericht zufolge seinen Sessel mit großer Wahrscheinlichkeit räumen müssen. "Angesichts der Vorkommnisse in der Vergangenheit wäre es ein Wunder, wenn Winje bliebe", zitiert die "Berliner Zeitung" (Dienstagsausgabe) Unternehmenskreise des schwedischen Vattenfall-Konzerns. Allerdings sollte der Medienbericht keine Auswirkungen auf den Aktienkurs haben, sagte ein Händler.

Im Blickpunkt des Handels dürften die Automobilwerte im Dax stehen. Der Fahrzeugabsatz in den USA hat sich im November dank anhaltender Kaufanreize weiter erholt. Neben den US-Herstellern General Motors und Ford verzeichneten auch die deutschen Produzenten Volkswagen, BMW und die Daimler-Marke Mercedes-Benz Verkaufssteigerungen. Die US-Tochter Chrysler von Daimler-Chrysler, Porsche und die VW-Tochter Audi hingegen wiesen Rückgänge auf.

"Die Absatzzahlen von Daimler-Chrysler in den USA sind aus dem Rahmen gefallen. Besonders die Lkw-Sparte war schlecht", sagte ein Aktienhändler. Vermutlich werde das Papier nachgegeben. Dagegen dürften VW und BMW von höheren Absätzen profitieren.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%