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Bilfinger steigert Leistung - Ergebnis bricht ein - Aktie unverändert

Der Baukonzern Bilfinger Berger hat dank eines kräftigen Wachstums seiner Dienstleistungssparte die Leistung in den ersten neun Monaten 2004 um elf Prozent auf 4,5 Mrd. Euro gesteigert.

dpa-afx MANNHEIM. Der Baukonzern Bilfinger Berger hat dank eines kräftigen Wachstums seiner Dienstleistungssparte die Leistung in den ersten neun Monaten 2004 um elf Prozent auf 4,5 Mrd. Euro gesteigert. Beim operativen Ergebnis (Ebita) musste die Gesellschaft dagegen wegen einer höheren Risikovorsorge einen deutlichen Rückgang auf 25 Mill. Euro (Vorjahreszeit 41 Mio) hinnehmen. Das bereinigte Konzernergebnis sank von 23 Mill. Euro im Vorjahr auf 14 Mill. Euro, wie das im MDax gelistete Unternehmen am Donnerstag in Mannheim mitteilte.

Wegen der höheren Vorsorge sei die ursprünglich für das Gesamtjahr in Aussicht gestellte Steigerung des operativen Ergebnisses auf rund 115 Mill. Euro nicht mehr erreichbar, bekräftigte Bilfinger Berger frühere Angaben. Das Ebitda (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) dürfte aber 80 Mill. Euro übersteigen, konkretisierte der Konzern seine Angaben.

Das Konzernergebnis werde in der Größenordnung des um Sondereinflüsse bereinigten Vorjahreswerts von 50 Mill. Euro liegen. Bei der Bauleistung erwartet Bilfinger weiter einen deutlichen Zuwachs auf über sechs Mrd. Euro. Im Oktober hatte Bilfinger die Risikovorsorge für das Projekt Maumee River Crossing im US-Bundesstaat Ohio um 30 Mill. Euro auf 50 Mill. Euro erhöht.

Dienstleistung ALS Ergebnis- und Leistungstreiber

Die Quartalszahlen der Baugesellschaft sind nach Ansicht von Marktteilnehmern insgesamt schwach ausgefallen. "Das Ebita sowie das Ergebnis vor und nach Steuern lagen deutlich unter den Erwartungen", sagte ein Händler am Morgen. Die Aktie lag eine Dreiviertelstunde nach Handelsbeginn in einem knapp behaupteten Umfeld unverändert bei 27,50 Euro.

Bilfinger Berger verbuchte unterdessen mehr Aufträge. Der Auftragsbestand kletterte in den ersten neun Monaten des Jahres um 16 Prozent auf 6,409 Mrd. Euro. Der Auftragseingang legte um fünf Prozent auf 4,613 Mrd. Euro zu.

Den höchsten operativen Ergebnisbeitrag verzeichnete in den ersten neun Monaten des Jahres das Dienstleistungsgeschäft mit einem Ebita von 36 Mill. Euro (+26). Die Leistung erhöhte sich um 23 Prozent auf 1,189 Mrd. Euro. Im Ingenieurbau verbuchte die Gesellschaft bei einer um 13 Prozent auf 1,787 Mrd. Euro höheren Leistung einen Ebita-Verlust von vier Mill. Euro (+20). Der Hoch- und Industriebau war trotz der anhaltenden Flaute in Deutschland mit drei Mill. Euro (+2) bei einer Leistung von 1,478 (+4%) profitabel.

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