Billige Mieten und die beste Gründer-Uni Deutschlands
Studieren in Wuppertal

Über die Wupper gehen täglich fast knapp 15 000 junge Menschen - zum Studieren. Denn Wuppertal hat mehr als nur die Schwebebahn zu bieten. Zum Beispiel eine Universität mit Panorama-Blick und einem ausgezeichneten Ruf für angehende Existenzgründer.

WUPPERTAL. Zu Beginn eine kleine Preisfrage: Was verbindet den Bundespräsidenten Johannes Rau, die Frauenrechtlerin Alice Schwarzer und den Derrick-Darsteller Horst Tappert? Alle drei kommen aus Wuppertal. Genau so wie der kommunistische Chefideologe Friedrich Engels, der deutsche Botschafter in Israel Rudolf Dreßler und Mr. Aspirin Friedrich Bayer.

"Wuppertal? Liegt das nicht irgendwo im Ruhrgebiet?" Jeder echte Wuppertaler kennt diese für uns Einheimische mehr als erniedrigende Frage - schließlich ist Wuppertal die "Perle des Bergischen Landes". Doch die Stadt hat es nicht geschafft, ihre Attraktionen richtig zu vermarkten. Dabei hat sie einiges zu bieten - wie nicht nur gebürtige Wuppertaler finden. Schließlich ist Wuppertal mit über 360 000 Einwohnern eine der größten Städte Deutschlands und besitzt mit der Schwebebahn und dem Tanztheater von Pina Bausch gleich zwei weltberühmte Attraktionen.

Vielleicht liegt der etwas versteckte Charme Wuppertals ja auch an der Selbstdarstellung der Stadt im Internet. Im Telegramm-Stil heißt es dort: Universitätsstadt seit 1972, Großstadt im Grünen mit einer Vielzahl citynaher Park- und Freizeitanlagen, Heimspielort von 22 Bundesligamannschaften von Volleyball bis Rollhockey, 11 Autobahn-Anschluss-Stellen und so weiter und so fort. Hört sich - zugegeben - stinklangweilig an. Ist es aber nicht. Seine Liebe zu der Stadt mit der Schwebebahn hat der Regisseur und gebürtige Wuppertaler Tom Tykwer so zusammengefasst: "Wuppertal ist für mich das San Francisco Deutschlands, mit diesen ganzen steilen Straßen - sehr verwunschen und geheimnisvoll." Das hört sich doch gleich viel sympathischer an.

Billige Mieten und die beste Gründer-Uni Deutschlands

Wuppertal ist in erster Linie eine ideale Studentenstadt. Bestes Beispiel: die Mietpreise. Studenten, die aus München, Hamburg oder Köln nach Wuppertal ziehen, fragen oft zweimal nach. "Sind die Mieten echt so niedrig?" Ja, sind sie. Also nicht lange zögern, sondern einfach einziehen. Die type="unknownISIN" value="? Mitwohnzentrale Home Company">Mitwohnzentrale Home Company hat eine Mietpreisübersicht deutscher Großstädte aufgestellt. Eine möblierte 2- Zimmer-Wohnung (50qm) kostet in München 1 100 Euro, in Hamburg 850 Euro, in Köln 720 Euro und in Wuppertal - kleiner Tusch - 465 Euro. Auch Wohnungsmangel ist in Wuppertal ein Fremdwort. Ein kurzer Blick in die Samstagsausgabe der Westdeutschen Zeitung genügt und die Wohnungssuche kann beginnen. Die Stadt hat aber noch mehr zu bieten als nur billige Mieten, die Schwebebahn und ein paar berühmte Persönlichkeiten.

Zum Studium nach Berlin, Köln, Leipzig? Oder lieber an eine schnuckelige Hochschule in der Provinz? Bei Junge Karriere.com stellen Studenten ihre Stadt vor, geben Tipps für die Wohnungssuche und berichten über Nachtleben und Jobmöglichkeiten. >> Uni-Städte

Ein Aushängeschild Wuppertals ist sicherlich die Bergische Universität und Gesamthochschule (BUGH) mit ihren knapp 15 000 Studenten. Allein 4 422 Studenten haben sich in den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften eingeschrieben und machen den Fachbereich zum stärksten Zweig an der BUGH. Das kann man vom Fachbereich Sicherheitstechnik nicht gerade behaupten. Nur 669 Studenten haben sich für den Studiengang eingeschrieben. Und doch ist dieser Studiengang etwas Besonderes: Nur in Wuppertal ist Sicherheitstechnik - ein Aspekt der traditionellen Ingenieurfächer - eine eigenständige Disziplin. So kommt es, daß sich auch viele Nord- und Süddeutsche in die bergische Provinz verirren. Ein weiterer Grund dafür, in Wuppertal zu studieren, ist der hervorragende Ruf der BUGH als Gründer-Uni. Aus einer Studie des Instituts für Geographie der Universität Regensburg "Vom Studenten zum Unternehmer: Welche Hochschule bietet die besten Chancen?" geht die Bergische Universität und Gesamthochschule Wuppertal als deutlicher Sieger hervor. "Wuppertal gelingt es als einziger Universität, ein praxisrelevantes Lehrangebot zu offerieren, dieses entsprechend zu vermarkten und Inhalte wie Förderprogramme, Teilnahme an Businessplan-Wettbewerben oder Patentmeldungen bereitzustellen", stellt die Studie fest. Hier werden Unternehmer gemacht.

Wuppertal rockt: Zwischen Tanztheater und Luisenviertel

Was der Stadtteil Mitte für Berlin oder die Altstadt für Düsseldorf, ist der Stadtteil Elberfeld für Wuppertal. Hier spielt sich das gesellschaftliche Leben ab. Kulturbegeisterte besuchen Veranstaltungen des Tanztheaters von Pina Bausch im Wuppertaler Schauspielhaus oder das Museum Von der Heydt. Beide Orte sind - wie fast alles in Elberfeld - bequem vom Hauptbahnhof aus in wenigen Minuten zu Fuß zu erreichen.

Tanzen geht der Wuppertaler im 45rpm (www.45rpm.de) - dem zurzeit angesagtesten Club der Stadt. Hier sind roter Plüsch und goldene Verzierungen schwer in Mode. Die Größen der englischen und amerikanischen Drum&Bass, Triphop- und House-Szene wie der Detroiter Jeff Mills wechseln sich am Mischpult ab. Vor und nach dem Tanzen kann sich die ausgetrocknete Studentenkehle im Thalia erfrischen. Beide Locations liegen in der "Alten Freiheit" direkt am Wuppertaler Hauptbahnhof und sind kaum zu verfehlen. Was es sonst noch gibt? Im U-Club (www.u-club.de) in der Friedrich-Ebert-Straße 191 können Reggae und Techno-Fans jeden Samstag gepflegt abzappeln. Die Wuppertaler Schwulen-Szene trifft sich vor den Clubbesuchen in der Marlene und im Merlin - beide in der Hochstraße.

Wer dagegen mehr auf ruhige und gemütliche Kneipen steht, ist im Elberfelder Luisenviertel bestens aufgehoben. Hier liegt das Köhlerliesel, das Katzengold, das Luisencafe und zahlreiche andere Studenten-Kneipen. Hervorzuheben wäre mit dem Café Du Congo die vielleicht älteste Studentenkneipe in Wuppertal. Wer auf kleine dunkle Kneipen, Holzbänke und Kerzenlicht steht, ist hier genau richtig. Im Congo gibt's auch das beste Sonntags-Frühstück im ganzen Tal. Ein weiterer Geheimtipp für ausgehungerte Studenten: Die Kartoffelsuppe mit Speck (3,50 Euro) im Spunk (www.spunk-wuppertal.de) in der Flensburger Straße 38. Total lecker!

Auch für den ersten Familienausflug, mit Oma und Opa im Gepäck, eignet sich Wuppertal perfekt. Einfach die lieben Verwandten in die Schwebebahn packen und mit Fachwissen über den neuen Studienort prahlen. Die Schwebebahn: In einer Höhe von acht bis zwölf Metern schwebt man auf einer Länge von 13,3 Kilometern über Wuppertal. Es gibt 20 Haltestellen zwischen Oberbarmen und Vohwinkel. Jedes Jahr bewegt das angeblich sicherste Verkehrsmittel der Welt über 23 Millionen Fahrgäste. 1898 war Baubeginn. Am 1. März 1901 wurde die Schwebebahn dann von Kaiser Wilhelm II. feierlich eröffnet. Also wenn Opa jetzt noch nicht zufrieden ist, hilft nur noch eins - ein Besuch im Wuppertaler Zoo.

Nützliche Links:

Uni-Wuppertal
www.uni-wuppertal.de

Kirchliche Hochschule Wuppertal
www.uni-wuppertal.de/inst/kiho

Hochschul-Sozialwerk Wuppertal
www.hsw.uni-wuppertal.de

Medien in Wuppertal
www.wz-newsline.de
www.radiowuppertal.de

Nebenjobs
www.nebenjob-agentur.de

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