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Billigere Euro-Auslandsüberweisungen rücken näher

An diesem Montag wollen sich die für den Binnenmarkt verantwortlichen Minister der Europäischen Union (EU) in Brüssel auf ein entsprechendes EU-Gesetz einigen.

dpa-afx BRÜSSEL. Mit der Verordnung sollen die Kosten für Euro-Auslandstransfers in der gesamten Union auf das deutlich niedrigere Inlandsniveau gedrückt werden. Laut EU-Kommission sind für grenzüberschreitende Überweisungen von 100 ? im Schnitt 24 ? zu bezahlen, für Inlandstransfers aber nur ein Euro. Die deutschen Banken und Sparkassen lehnen den Preiseingriff als ungerechtfertigt ab.

Nach Vorschlag des in die Gesetzgebung eingebundenen Europaparlamentes sollen vom 1. März 2002 an zunächst Barabhebungen an ausländischen Geldautomaten und Kreditkartenzahlungen von der Neuregelung profitieren. Vom 1. März 2003 an würden dann Auslandsüberweisungen bis 50 000 ? dazu kommen. Möglich ist aber auch das in Kraft treten zu einem späteren Zeitpunkt.

Deutschland hatte laut Diplomaten gefordert, das Wirksamwerden der Verordnung davon abhängig zu machen, ob die Banken bis Mitte 2002 ein Selbstregulierungskonzept vorlegen. Das Gesetz würde dann erst vom 1. Juli 2002 an gelten. Der Grund für die bremsende Haltung Deutschlands sind die vergleichsweise niedrigen heimischen Inlandsgebühren für Überweisungen; gerade die deutschen Banken müssten daher die Tarife kräftig senken.

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