Billigmarke aus Rumänien soll Nachfrage in Schwellenländern bedienen
Renault hofft auf Exporterfolg von Dacia

Als einziger international agierender Automobilhersteller setzt der Renault-Konzern in Osteuropa auf eine eigene Billigmarke. Mit der Mehrheitsbeteiligung am ehemaligen Lizenznehmer Dacia wollen die Franzosen von Rumänien aus die wachsende Pkw-Nachfrage in Osteuropa befriedigen.

hof FRANKFURT. Ab 2005 will Renault-Chef Louis Schweitzer nach einer Modernisierung der Modellpalette und einem Investitionsprogramm in Höhe von mehr als 350 Mill. Euro mit Dacia Geld verdienen: "2010 wollen wir - Nissan ausgenommen - jährlich 4 Mill. Autos absetzen. Auf Dacia und Samsung sollen davon jeweils 500 000 entfallen", sagte Schweitzer dem Handelsblatt.

Mit Verkäufen auf dem relativ kleinen rumänischen Markt, auf dem Dacia im vergangenen Jahr mit gut 52 000 verkauften Fahrzeugen einen Marktanteil von knapp 50 % erreicht hat, ist das nicht zu schaffen. So sollen die neuen Modelle wie der jetzt präsentierte Solenza in andere osteuropäische Länder sowie die Schwellenländer in Afrika und Südamerika exportiert werden. Wichtigstes Verkaufsargument ist dabei weder Design noch Ausstattung sondern der Preis. So wird es den Solenza für etwas mehr als 5 000 Euro geben, Ende 2004 soll ein Auto auf Mégane-Plattform für knapp 5 000 Euro folgen. Unter der Haube befinden sich jeweils Renault-Motoren. Dacia ist nach Aussagen Schweitzers ein Baustein der Renault-Strategie, die magere operative Marge der Franzosen von gut 3 % bis zum Ende des Jahrzehnts deutlich zu erhöhen.

Im Gegensatz zu den gesättigten Märkten Westeuropas und Nordamerikas wächst in Osteuropa der Bedarf an Autos noch kräftig. Für dieses und das kommende Jahr rechnet Ferdinand Dudenhöffer vom Center Automotive Research für die Region mit einem Zuwachs von einem Fünftel. Dann würden in Osteuropa fast so viele Autos verkauft wie auf dem weltweit drittgrößten Einzelmarkt Deutschland.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%