„Bin froh, wenn dieses Theater vorbei ist“
Stange ist nur noch genervt

Fußball-Trainer Bernd Stange hat seinen Vertrag als neuer irakischer Nationalcoach noch immer nicht unterschrieben, zweifelt aber nicht am Zustandekommen der Abmachung. Die Einigung sei nur noch eine formale Angelegenheit, sagte der frühe Nationaltrainer der DDR in einem Interview mit der "Stuttgarter Zeitung".

HB/dpa BAGDAD. Darin äußerte sich der 54-Jährige genervt von der heftigen Kritik an seinem geplanten Vierjahres-Engagement.

"Ich bin froh, wenn dieses Theater vorbei ist. Seit Wochen versuchen mich Leute aus der ganzen Welt zu erreichen", sagte Stange. "Zum Glück bin ich schon eine Weile in Bagdad und nicht mehr zu Hause in Deutschland. Denn das wäre schlimm, weil ich dann nicht die Jalousien herunter lassen könnte. Ich müsste mich stellen, egal wie unqualifiziert die Fragen ausfallen würden."

Stange verteidigte seine Entscheidung erneut und betonte, es könne keine Rede davon sein, dass er nach dem ersten Kontakt freudig erregt zugesagt habe. Er habe drei Monate gegrübelt und auf andere Angebote gehofft. Da sich aber kein europäischer Club für ihn interessiert habe, sei ihm nur noch die Wahl zwischen der Tätigkeit im Irak und der Arbeitslosigkeit geblieben. "Ich konzentriere mich jetzt auf eine wunderbare Sache und will mich mit der Mannschaft für die WM 2006 qualifizieren. Das wäre ein Traum", sagte Stange.

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