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Bin Laden kündigte den Anschlag an

Der moslemische Extremist Osama bin Laden soll seiner Adoptivmutter zwei Tage vor den Anschlägen vom 11. September "große Neuigkeiten" angekündigt haben.

rtr WASHINGTON. Wie der US-Sender NBC am Dienstag auf seiner Internet-Site berichtet, hat Bin Laden seine Adoptivmutter El Kalifa bin Laden am 9. September kontaktiert und ihr gesagt: "In zwei Tagen wirst du große Neuigkeiten hören und von mir wirst du eine Weile nichts hören." NBC nennt keine Quelle für diese Information. Am 11. September rasten zwei entführte Passagierflugzeuge in das New Yorker World Trade Center, ein drittes stürzte auf das US-Verteidigungsministerium. Eine vierte Maschine stürzte auf freiem Feld ab.

Bin Laden ist von seiner Familie in Saudi-Arabien verstoßen worden, soll nach den Informationen von NBC aber weiterhin Kontakt zu seiner Adoptivmutter gehabt haben. El Kalifa ist eine der vier Frauen seines Vaters Mohammed bin Laden. Osamas leibliche Mutter soll eine Palästinenserin oder Syrerin sein. Aufgezogen worden sei der heute 44-Jährige aber von der Adoptivmutter, berichtete NBC.

In dem Bericht wurden keine Angaben darüber gemacht, wo sich die Adoptivmutter zum Zeitpunkt ihres Kontakts mit Osama bin Laden aufgehalten hat. In früheren Meldungen hieß es, sie sei am Tag nach den Anschlägen in einer Pariser Klinik gewesen, wo sie sich einer Untersuchung in der Krebsabteilung unterzogen habe.

Der saudiarabische Botschafters in den USA, Prinz Bandar bin Sultan, sagte, Bin Laden habe vermutlich eine unglückliche Kindheit gehabt. "Ich glaube, er war irgendwie das schwarze Schaf der Familie und eine Weile dachten wir, seine religiösen Studien seien etwas Gutes", sagte Bin Sultan dem US-Sender NBC am Montag. "In ihm ist da einfach irgendwas gekippt." Bin Sultan hatte Bin Laden nach eigenen Angaben in den 80er Jahren getroffen. Damals habe Bin Sultan den Afghanen bei ihrem Kampf gegen die sowjetischen Besatzungstruppen geholfen.

Die USA haben Bin Laden als Hauptverdächtigen für die Anschläge in New York und bei Washington bezeichnet, bei denen vermutlich mehr als 5700 Menschen starben. Bin Laden hat dies zurückgewiesen. Er soll sich in Afghanistan aufhalten, wo ihm die radikal-islamischen Taliban Gastrecht gewähren.

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