Binalshibh soll ein Satellitentelefon benutzt haben
Handys führen auf die Spur von Terroristen

Die US-Fahnder stützten sich dabei auf riesige Horchstationen der National Security Agency (NSA). Über die Signale von Telekommunikationssatelliten können dort auch E-Mails und Faxe gelesen werden.

dpa HAMBURG. Zum seinem Versteck könnte auch ein so genannter "IMSI-Catcher" (International Mobile Subscriber Identity-Catcher) geführt haben. Das kleine Gerät imitiert die Funkfrequenz einer Basisstation des Mobilfunknetzes und veranlasst die aktivierten Mobiltelefone innerhalb seiner Reichweite zur Meldung seiner Kennnummer (IMSI- Nummer), die den Nutzer bzw. seine Daten eindeutig identifiziert. So kann auch die Handy-Telefon-Nummer des "gefangenen" Gerätes ermittelt werden. Der IMSI-Catcher ermöglicht das Mithören und-schneiden von Gesprächen, indem er sich selbst gegenüber der nächsten "echten" Basisstation als Handy ausgibt und dann die Daten des abgehörten Handys an diese weiterleitet. Er kann dabei den aktivierten Sprach- Verschlüsselungsmodus ausschalten.

Mit Hilfe des IMSI-Catchers ist zudem die Position des Handys und damit den Aufenthaltsort des Nutzers feststellbar. So könnte das Handy des El-Dschasira-Korrespondenten, der für den arabischen TV- Sender im Juni an unbekanntem Ort in der pakistanischen Stadt Karachi ein Interview mit Binalshibh und einem Komplizen geführt hatte, die Ermittler auf das Versteck der Terroristen gebracht haben.

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