Binding schützt mit Darlehen vor Insolvenzantrag
DAB-Brauerei meldet Bilanzverlust von fast 60 Mill. DM

Das Grundkapital der Dortmunder Actien-Brauerei ist nach eigenen Angaben aufgezehrt. Einen Insolvenzantrag muss das Traditionsunternehmen nicht stellen. Die Binding-Brauerei gewährt ein Darlehen in Höhe der Überschuldung. Die Zahl der Mitarbeiter soll jedoch erheblich reduziert werden.

dpa-afx DORTMUND. Die angeschlagene Dortmunder Actien-Brauerei (DAB) musste im vergangenen Geschäftsjahr 2000 einen Bilanzverlust von 30,53 Mill. ? (59,71 Mill. DM) verzeichnen. Wie das zur Binding-Gruppe gehörende Unternehmen am Samstag in Dortmund mitteilte, entfallen von diesem Betrag rund 8,5 Mill. ? auf das operative Geschäft und etwa 22 Mill. ? auf die Nachholung von Rückstellungen für alte Pensionszusagen für ehemalige Mitarbeiter.

Nach Angaben von DAB ist mit dem Verlust das Grundkapital der Gesellschaft in Höhe von 17 Mill. ? aufgezehrt. Die Verpflichtung, einen Insolvenzantrag zu stellen, sei aber dadurch abgewendet, dass die Mehrheitsaktionärin Binding AG-Brauerei der Gesellschaft in Höhe der Überschuldung Darlehen gewährt hat. Die ordentliche Hauptversammlung werde zum 29. Mai einberufen. Binding werde DAB auch im Hinblick auf den zu erwartenden Verlust des Geschäftsjahres 2001 finanziell stützen.

DAB will in den kommenden zwei Jahren 120 der insgesamt 580 Arbeitsplätze abbauen. Außerdem hatte das Unternehmen Mitte Februar angekündigt, sich künftig stärker auf den Heimatmarkt Nordrhein-Westfalen auszurichten. Statt auf Menge wolle man sich auf die Regionalmarken DAB, Kronen, Thier und Stifts konzentrieren.

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