Biodata gehörte wieder zu den Verlierern
Kurse am Neuen Markt fallen wegen schwacher US-Börsen

Verluste an den US-Börsen haben die am Frankfurter Neuen Markt gehandelten Aktien am Donnerstag erneut stark unter Druck gesetzt. Der Auswahl-Index Nemax 50 verlor am Abend 0,63 Prozent auf 747,55 Punkte. Der alle Titel erfassende Nemax All Share sank um 1,73 Prozent auf 798,93 Zähler.

dpa FRANKFURT. Am Vormittag hatte der Nemax 50 zunächst Verluste aus dem frühen Handel wieder wett gemacht. Mit Eröffnung des vorbörslichen Handels an der US-Computerbörse Nasdaq drehte der Index klar ins Minus. Gegen Abend setzte eine leichte Erholung ein. Händler sagten, eigene Trends seien am Neuen Markt nicht zu erkennen. Die Kurse folgten der Entwicklung an der Nasdaq.

Tagesgewinner im Nemax 50 waren Papiere der Primacom AG. Sie stiegen 40,37 Prozent auf 3,79 Euro. Händler verwiesen darauf, dass der Titel nach den Kurseinbrüchen der vergangenen Monate zu niedrig bewertet sei. Einzelne Verkäufer hätten den Preis gedrückt. Jetzt würde wieder zugegriffen. Ein anderer Börsianer bemerkte, dass bei einem so niedrigen Kurs ein Aufschlag von etwas mehr als einem Euro eine starke prozentuale Veränderung bedeute. Fundamental habe sich beim Kabelnetzbetreiber nichts geändert.

Biodata verlor nach Ergebniskorrektur am Donnerstag weiter

Wie schon am Mittwoch zählten Aktien der Biodata Information Technologie zu den größten Verlierern im Nemax 50. Der Titel gab 8,03 Prozent auf 5,38 Euro ab. Der Chef des Herstellers von Sicherheitssoftware hatte am Vortag angedeutet, Biodata werde seine Planzahlen nach den Anschlägen in den USA nicht mehr erfüllen können. Analysten verwiesen am Donnerstag zudem auf den hohen Anteil des US- Geschäfts am Biodata-Umsatz von mehr als 50 Prozent. Die schlechten Konjunkturaussichten in den USA würden den Titel daher zusätzlich belasten.

Im Nemax All Share präsentierten sich Aktien der W.E.T. Automotive Systems AG stark. Sie stiegen mit einem Aufschlag von 7,91 Prozent auf 30,00 Euro. Der Automobilzulieferer hatte zuvor bekannt gegeben, im Geschäftsjahr 2000/01 den Überschuss um 57,6 Prozent auf 20,8 Mio. DM gesteigert zu haben.

Heftige Abschläge gab es hingegen erneut bei der Pop Internet AG. -Net Die Aktie fiel 40,00 Prozent auf 0,33 Euro. Die Internet- und Multimediaholding hatte am Mittwochabend mitgeteilt, sie habe einen Antrag auf Einleitung des Insolvenzverfahrens gestellt.

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