Biodata hofft auf hessische Landesbürgschaft
Nemax 50 im Plus

Bei einem umsatzschwachen Geschäft haben die Aktien am Frankfurter Neuen Markt am Donnerstag im Durchschnitt leicht angezogen. Der Nemax 50 gewann bis zum Abend 0,70 % auf 1.312,74 Zähler.

dpa FRANKFURT/MAIN. Der All Share stieg um 0,85 % auf 1.241,36 Punkte. Wegen des Ernte-Dank-Festes in den USA seien die Umsätze an den deutschen Börsen gering, sagten Marktbeobachter.

Biodata schossen mit 30,91 % auf 0,72 Euro an der Spitze des Auswahlindex. Zuvor war bekannt geworden, dass das Land Hessen sich an neuen Gesprächen zur Rettung des überschuldeten Softwarehauses beteiligen wird, wenn Insolvenzverwalter Fritz Westhelle mit Interssenten und Beteiligten des Unternehmens ein tragfähiges Konzept zu dessen Fortbestehen entwickeln kann.

Consors verloren 11,43 % auf 9,61 Euro und rutschten damit auf die unterste Index-Position. "Es verabschieden sich jetzt immer mehr Aktionäre von dem Wert", begründet ein Franz Kaim Lang&Schwarz. Aktuelle Meldungen zur Situation des Online-Brokers seien ihm nicht bekannt.

Das biopharmazeutische Unternehmen Medigene hat in den ersten neun Monaten einen Verlust vor Zinsen und Steuern von 19,17 Mill. Euro ausgewiesen. Das war weniger als von Analysten prognostiziert, aber mehr als doppelt so viel wie im Vorjahr. Nach Bekanntgabe der Zahlen fielen Medigene zeitweise auf den vorletzten Platz im Nemax 50 zurück. Die Aktie verlor gegen Abend 4,98 % auf 23,85 Euro. Zeitweise war der Kurs bis auf 23,21 Euro abgesackt.

Die Aktien von Kontron Embedded Computers notierten zeitweilig die größten Verluste im Auswahlindex Nemax 50. Der Minicomputer- Hersteller hatte zuvor Quartalszahlen veröffentlicht und den Ausblick erneut korrigiert. Die Aktien sanken um 9,09 % auf 15,40 Euro. Vor allem die korrigierten Erwartungen für das Gesamtjahr hätten die Aktie tief ins Minus gedrückt, erklärte ein Händler. Schließlich habe Kontron schon im Sommer mit einer Umsatz- und Gewinnwarnung aufgewartet. Darüber hinaus sei die Aktie in den vergangenen Wochen "nicht schlecht" gelaufen.

Das Internet-Softwarehaus Gauss Interprise konnte von einem Auftrag der DEVK Versicherungen profitiert. Die Anteilsscheine des E-Business-Anbieters legten um 51,32 % auf 1,15 Euro zu. "Das ist ein sehr gutes Geschäft und ein ermutigendes Signal für das Unternehmen", urteilte Thomas Friedrich, der Internet-Software- Unternehmen für die HypoVereinsbank analysiert. Allerdings dürfte der positive Effekt auf die Kursentwicklung nicht nachhaltig sein - zumal das Geschäft von Gauss Interprise nach wie vor noch nicht so gut entwickelt sei wie sich das Unternehmen das vorstellt.

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