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Biogen verliert Lizenzeinnahmen

Biogens Umsatz aus Lizenzeinnahmen wird sich voraussichtlich um die Hälfte verringern. Das Biotechnologieunternehmen gab am Mittwoch bekannt, dass der Ablauf eines Patents und ein Rechtsstreit mit Schering-Plough die Lizenzeinnahmen auf 85 Millionen bis 95 Millionen im Gesamtjahr reduzieren wird. Im Vorjahr waren es noch 165 Millionen Dollar.

Dennoch bestätigt das Unternehmen die Gewinnprognosen. Der Umsatzrückgang sei bereits in Biogens Gewinn einkalkuliert. Für das laufende Quartal erwartet das Unternehmen einen Gewinn von 45 bis 46 Cents pro Aktie. Im Gesamtjahr 2001 sollen es 1,90 Dollar pro Aktie werden.

Im Januar war Biogens Patent für den Interferon-Alpha Wirkstoffe ausgelaufen. Das Pharmaunternehmen Schering-Plough hatte sogleich aufgehört, die Lizenzgebühren zu zahlen. Biogen hat Interferon-Alpha in den 80er Jahren entwickelt. Es handelt sich um ein Protein, das das Immunsystem stimuliert und somit Multiple Sklerose Schüben vorbeugen soll. Weltweit werden die Einnahmen aus Interferon-Verkäufen auf über zwei Milliarden Dollar geschätzt.

Analystin Elise Wang von der UBS Warburg ist skeptisch, ob Biogen seine Gewinnprognosen einhalten kann. Das Unternehmen müsste entweder die Verkäufe des Multiple Sklerose Medikaments Avonex ankurbeln oder die Ausgaben für Forschung und Entwicklung zurückschrauben, so die Expertin. Auch Analystenhaus Lehman Brothers kürzt die Gewinnaussichten für Biogen. Im frühen Handel verliert das Unternehmen sechs Prozent seines Marktwertes.

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