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Bioland und Demeter verlassen Arbeitsgemeinschaft Öko-Landbau

dpa DARMSTADT. Mitten in der BSE-Krise wollen sich die Ökobauern neu organisieren. Aus Enttäuschung über die Verbandsarbeit verlassen Bioland und Demeter Bund die Arbeitsgemeinschaft ökologischer Landbau (AGÖL). Die seit zwölf Jahren bestehende Organisation verliert damit ihre wichtigsten Mitglieder. Bioland und Demeter, die zusammen mehr als 60 % der von der AGÖL vertretenen Betriebe vertreten und die AGÖL 1988 mitgegründet hatten, begründeten ihren Schritt am Montag mit der Notwendigkeit, angesichts der BSE-Krise den Öko-Landbau zu stärken.

"Die AGÖL ist von den Strukturen her nicht in der Lage, die aktuellen Herausforderungen anzunehmen", sagte Bioland-Vorstand Thomas Dosch am Montag der dpa in Frankfurt. Nötig sei ein neues, breites Forum, an dem auch Umwelt- und Verbraucherverbände beteiligt sein sollten. Dosch schloss Fusionen mit anderen Öko- Landbauverbänden nicht aus. Außer Bioland mit 1 336 Betrieben und Demeter mit 3 583 Betrieben gehören der AGÖL zurzeit sieben andere Verbände mit zusammen knapp 2900 Betrieben an.

Auch Demeter-Sprecherin Renee Herrnkind nannte die AGÖL- Strukturen unbeweglich und nicht tragfähig genug, um den Öko-Landbau voranzubringen. Die durch die BSE-Krise veränderte Lage sei auch eine riesige Chance. Dafür sei ein harter Schnitt in der Verbandsarbeit nötig, die Bemühungen innerhalb der AGÖL hätten nicht zu dem gewünschten Erfolg geführt. Eine Fusion mit anderen Verbänden komme für Demeter aber nicht in Frage,

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