Biotechniker entwickeln neue Produktionstechnik: Enzyme sollen Zucker bilden

Biotechniker entwickeln neue Produktionstechnik
Enzyme sollen Zucker bilden

Acht Partner aus vier europäischen Nationen arbeiten zurzeit an der Erforschung eines industriellen Zuckers, der neue Produkte in der Nahrungsmittel-, Pharma- und Kosmetikindustrie ermöglichen soll.

hsn DÜSSELDORF. Die Europäische Union fördert das Vorhaben drei Jahre lang mit insgesamt 2,6 Mill. Euro bei dem Biochemiker, Chemiker, Mediziner, Mikrobiologen, Molekularbiologen und Physiker in Forschungseinrichtungen in Dänemark, Deutschland, Frankreich und Schweden miteinander kooperieren. Die Projektpartner suchen nach geeigneten Enzymen aus Mikroorganismen und arbeiten daran, die Eigenschaften dieser Enzyme durch Proteindesign so zu verbessern, dass sie für industrielle Produktionsprozesse einsetzbar werden.

Der Zucker soll in biokatalytischen Verfahren mit Hilfe von Enzymen aus dem nachwachsenden Rohstoff Stärke gewonnen werden. Solche Verfahren sind für die Industrie in zunehmendem Maße interessant, da sie zumeist effizienter und gleichzeitig umweltverträglicher sind als chemische Verfahren.

Darüber hinaus erforschen die Wissenschaftler die Möglichkeiten der wirtschaftlichen Nutzung des Zuckers von der Nahrungsmittel- über die Pharma- bis hin zur Kosmetikindustrie: Er dient als Ausgangsmaterial für die biokatalytische oder chemische Synthese neuer hochwertiger Produkte und Materialien. So könnten etwa neue Zuckerersatzstoffe, präbiotische Lebensmittelzusatzstoffe, Emulgatoren, Antioxidanzien, Detergenzien, bioaktive Wirkstoffe oder polymere Biomaterialien entwickelt werden.

An diesem zweiten großen Schwerpunkt des Projektes arbeiten außer der Saarbrücker Arbeitsgruppe von Professor Giffhorn die Technische Universität Dänemark, die Technische Universität Braunschweig, das Institut National des Sciences Applicées - INSA (Toulouse) und das Bio-Unternehmen Genibio (Toulouse) zusammen.

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