Biotechnologiewerte unter Druck
Wachstumswerte setzen Talfahrt fort

Der Neue Markt hat die Woche mit deutlichen Verlusten begonnen. Der Nemax 50 fiel am Montag bereits wenige Minuten nach Handelsbeginn unter die 1 400-Punkte-Marke und gab bis zum Handelsschluss 4,01 Prozent auf 1 359,70 Zähler ab. Der Nemax All Share verlor bis Handelsschluss 3,44 Prozent auf 1 467,34 Punkte. Erneut konnte der positive Handelsauftakt an der New Yorker Technologiebörse Nasdaq die deutschen Wachstumswerte nicht stützen.

dpa-afx FRANKFURT. Nicht alle Marktteilnehmer versprachen sich noch etwas von der für Mittwoch erwarteten Zinsentscheidung der US-Notenbank. "Ich erwarte von einer Zinssenkung in den USA eigentlich gar nichts", sagte ein Händler. "Bei nur 25 Basispunkten rechne ich am ehesten mit einer enttäuschten Reaktion des Markts", fügte er hinzu. "Der Neue Markt ist angeschlagen", sagte ein anderer.

Die Aktien der Aixtron AG gaben weiter nach. Händlern zufolge hat eine Verkaufsempfehlung des Bankhauses Julius Bär, in der ein Kursziel von 20 Euro genannt wird, den Aktienkurs des Spezialmaschinenbauers unter Druck gebracht. Das Papier verlor 19,75 Prozent auf 28,89 Euro. "Wenn Chips nicht laufen, kann das Geschäft von Aixtron auch nicht laufen", sagte ein Händler. Das Unternehmen stellt Anlagen für die Chipproduktion her. Aixtron gehe zwar davon aus, die Umsatzziele erreichen zu können, aber: "Man glaubt jetzt nicht mehr so viel", fügte er hinzu.

Abwärts ging es auch für Biotechnologiewerte: Evotec verloren 2,53 Prozent auf 15,40 Euro. Morphosys verbilligten sich um 10,04 Prozent auf 41,47 Euro. "Charttechnik schlecht, Umfeld schlecht, Markt schlecht, Amerika schlecht - nur unternehmensspezifische Nachrichten gibt es keine", konstatierte ein Händler. Qiagen verbesserten sich dagegen um 0,80 Prozent auf 23,87 Euro.

Die Aktie des Indexschwergewichts T-Online notierten unverändert bei 9,96 Euro. EM-TV gaben 8,05 Prozent auf 2,40 Euro nach. Zuvor war bekannt geworden, dass die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat wegen der Verzögerung beim Einstieg der Kirch-Gruppe, der geplanten Umstrukturierung und laufender Gerichtsverfahren vertagt werden soll.

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