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BIP: Auf die Konsumenten kommt es an!

Der Motor der US-Wirtschaft stottert weiterhin. Die Wirtschaft wuchs im ersten Quartal mit 1,2 Prozent langsamer als erwartet. Zuvor war das Wirtschaftsministerium noch von einem Bruttosozialprodukt von 1,3 Prozent ausgegangen.

Das Hauptproblem der US-Wirtschaft sind die Gewinneinbrüche der amerikanischen Industrie, die seit der Asienkrise 1998 nicht mehr so stark ausgefallen waren. Die Unternehmenslandschaft kämpft nach wie vor und muss zusehen, wie die Gewinnmargen schrumpfen. Die Gewinne für das Jahr nach Steuern dürften nach Angeben der Behörden im Schnitt insgesamt um rund sechs Prozent oder 39 Milliarden Dollar niedriger ausfallen. Im vorigen Monat war das Wirtschaftsministerium aber nur von der Hälfte ausgegangen.

Die Inflation scheint dagegen keine Probleme zu bereiten. Denn das Inflationswachstum ist auf dem Niveau des Vormonats geblieben.

Besonders die Tatsache, dass die Konsumenten nach der neuesten Studie der Universität Michigan wieder an Vertrauen gewinnen, gibt Anlass zur Hoffnung. Die Mehrheit der Verbraucher geht nach dieser Studie davon aus, dass sich die wirtschaftliche Situation in den kommenden zwölf Monaten bessern wird. Positiv fällt dabei ins Auge, dass der prozentuale Anteil der Konsumausgaben mit einem Zuwachs von 3,4 Prozent stärkste Triebfeder des BIP ist. Dies fällt umso mehr ins Gewicht als Zweidrittel des BIP ohnehin von den Konsumenten getragen wird.

Aber auch Vater Staat hat stärker in die Taschen gegriffen. Die Staatsausgaben, insbesondere für die Verteidigung, stiegen um 4,8 Prozent. Dagegen verlief das Exportgeschäft in den USA schlecht. Sie sanken um rund fünf Prozent. Doch die Investitionstätigkeit ließ am stärksten nach. Sie sank um 13.3 Prozent, wobei es besonders den Softwarebereich traf. Ein Grund hierfür sind die Überkapazitäten, die die Unternehmen bisher nur schleppend abbauen konnten.

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