BIP-Rückgang im ersten Quartal 2003 möglich
EU-Kommission: Wirtschaft könnte schrumpfen

Die Wirtschaftsleistung in der Euro-Zone könnte nach Einschätzung der EU-Kommission im ersten Quartal 2003 schrumpfen. Im schlimmsten Fall könne das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in den ersten drei Monaten des kommenden Jahres zum Vorquartal um 0,2 % zurückgehen, teilte die EU-Kommission auf Basis ihrer Modellberechnungen am Mittwoch mit.

Reuters BRÜSSEL. Im besten Fall werde es ein BIP-Wachstum von 0,2 % geben. Diese Zahlen beeinträchtigten jedoch nicht die offizielle Prognose eines Anziehens der Konjunktur im Gesamtjahr 2003. Für das vierte Quartal 2002 rechnet die Kommission mit einem BIP-Wachstum zum Vorquartal von 0,2 bis 0,5 %.

Kräftige Verbraucherausgaben haben im abgelaufenen dritten Quartal das Wachstum in der Euro-Zone begünstigt. Sie stiegen nach Angaben des europäischen Statistikamts Eurostat vom Mittwoch um 0,5 % zum Vorquartal und damit so kräftig wie seit dem zweiten Quartal 2001 nicht mehr. Für das dritte Quartal gab Eurostat einen BIP-Anstieg von 0,3 % zum Vorquartal bekannt. Volkswirte hatten bereits mit dieser Wachstumsrate gerechnet.

Die Investitionen von Unternehmen, die in den vergangenen sechs Quartalen zurückgegangen waren, blieben den Angaben nach im dritten Quartal konstant, während sowohl Exporte als auch Importe um 2,2 % zulegten.

Die Wachstumsdaten für das zweite Quartal wurden jeweils leicht gesenkt. Wie Eurostat mitteilte, stieg das BIP der Euro-Zone in den Monaten April bis Juni um 0,3 % zum Vorquartal und um 0,6 % zum gleichen Quartal des Vorjahres. Die Statistiker waren zuvor von einem Wachstum von 0,4 % zum Vorquartal und 0,7 % zum Vorjahr ausgegangen.

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