BIP-Wachstum von 2,5 % erwartet
Exporteure sehen in stärkerem Euro kein Problem

Auch für das Jahr 2001 rechnet der Präsident des BGA, Anton Börner, wieder mit einem zweistelligen Exportzuwächsen, für das Inland gehe er von einem Plus von 2,5 % aus.

Reuters BERLIN. Der steigende Wert des Euro wird den deutschen Außenhandel nach Verbandsangaben kaum belasten. Im laufenden Jahr sei mit einem Exportzuwachs von zwölf Prozent zu rechnen, sagte der Präsident des Bundesverbands des Deutschen Groß- und Außenhandels (BGA), Anton Börner, am Dienstag in Berlin. Da der größte Teil der Exporte in den Euroraum gehe, wirke sich das gedämpfte US-Wachstum nicht sehr stark aus. "Die Wachstumskräfte bleiben auch in diesem Jahr erhalten", sagte Börner. Der BGA gehe von einem Inlandsplus von 2,5 % aus. Der geringe Zuwachs sei vor allem auf die schwache Binnenkonjunktur zurückzuführen, ein Wachstumseinbruch sei aber nicht zu befürchten.

Innerhalb der Sparte gibt es einer Verbandsumfrage zufolge unterschiedliche Entwicklungen: Nur 22 % der im Binnenhandel tätigen Firmen beurteilen die Stimmungslage als gut oder sehr gut, jedes vierte Unternehmen dagegen als schlecht. Die Exporteure sind danach besserer Dinge. Ein Drittel der Außenhändler sieht eine Verbesserung der Situation, 16 % beschreiben ihre Lage als düster. Unterschiede zeigte die Umfrage auch zwischen Betrieben in West- und Ostdeutschland. Während die Hälfte der Unternehmen in den alten Ländern im vergangenen Jahr kräftige Umsatzzuwächse verzeichnen konnte, waren es in den neuen Ländern nur 18 %.

"Die Ertragssituation hat sich im Jahr 2000 leicht verbessert", sagte Börner. Im laufenden Jahr sei eine weitere Steigerung der Erträge zu erwarten. Die Umsatzrendite von einem Prozent sei jedoch immer noch unzureichend. Als Gründe für die geringen Gewinne nannte der BGA einen harten Wettbewerb, die schwache Binnenkonjunktur sowie Überkapazitäten. Problematisch ist Börner zufolge die Kapitalausstattung der Firmen. Die durchschnittliche Eigenkapitalquote liege bei 25 %. Durch die schärferen Anforderungen an die Eigenkapitalbasis der Banken würden sich Kredite tendenziell verteuern. Börner kündigte Gespräche mit den Verbänden der Finanzwirtschaft an. Ziel sei es, einen Markt für privates, außerbörsliches Anlegerkapital zu schaffen. Damit könnte die Eigenkapitalquote der Handelsunternehmen erhöht werden.

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