Bis 2007 soll gesamtes Portfolio verkauft sein
Deutsche Bank will Beteiligungen zügig abbauen

Die Erlöse aus den Beteiligungen werde die Bank zu Investitionen in noch nicht börsennotierte Unternehmen, in das Kerngeschäft der Bank oder auch für mögliche Sonderdividenden nutzen, sagte ein Sprecher.

Reuters FRANKFURT. Die Deutsche Bank will den Abbau ihrer Industriebeteiligungen beschleunigen, hat aber derzeit keine konkreten Pläne zur Veräußerung ihres 11,9 prozentigen Anteils an DaimlerChrysler. "Wir wollen unseren Beteiligungsabbau beschleunigen, haben aber keine konkreten Pläne zum Verkauf des Daimler-Anteils", sagte ein Deutsche-Bank-Sprecher am Dienstag. Er reagierte damit auf einen Artikel der "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (Dienstagausgabe). Der Vorstandsvorsitzende der DB Investor, Axel Pfeil, sagte der Zeitung zufolge, Ziel sei es, das gesamte Portfolio spätestens bis 2007 zu verkaufen. Die Aktien der Deutschen Bank lagen am Vormittag mit gut einem Prozent im Plus.





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Die Deutsche-Bank-Tochter DB Investor hält alle Unternehmensbeteiligungen der Bank. Die Erlöse aus den Beteiligungen werde die Bank zu Investitionen in noch nicht börsennotierte Unternehmen, in das Kerngeschäft der Bank oder auch für mögliche Sonderdividenden nutzen, sagte der Sprecher. "Wir sind allerdings nicht unter Zeitdruck und müssen keinesfalls alle Beteiligungen verkaufen", sagte der Sprecher. Wenn die Steuerreform 2002 in Kraft tritt, wird die Deutsche Bank die Beteiligungserlöse steuerfrei vereinnahmen können. "Wir haben immer betont, dass die Steuerreform unsere Pläne erleichtert", sagte der Sprecher.

Insgesamt gehe es um das schon seit Monaten betriebene aktivere Management der Beteiligungen, das auch zu einem ausgewogeneren Portfolio führen solle. Per Ende Oktober lag der Marktwert aller Beteiligungen von DB Investor bei gut 20 Mrd. Euro. Davon entfallen knapp 17 Mrd. Euro auf die drei größten Positionen. An DaimlerChrysler hält die Bank 11,9 % im Wert von gut 6,7 Mrd. Euro. Ihr Anteil von 4,1 % an der Allianz ist rund 3,84 Mrd. Euro wert und der Anteil an der Münchener Rück (9,6 %) 6,35 Mrd. Euro. Die Aktien der Deutschen Bank hatten mit knapp zwei Prozent im Plus eröffnet und notierten gegen 10.00 Uhr am Dienstag mit 2,13 % im Plus bei 98,23 Euro. Der Dax lag zur gleichen Zeit mit 1,03 % im Plus auf 6811 Zählern. Die Deutsche-Bank-Aktien notierten vor gut einem Monat noch unter 86 Euro nach einem bisherigen Jahreshoch von 103,27 Euro.

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