Bis Ende 2001 wieder in der Gewinnzone
Lobster sieht nach Umstrukturierung wieder Gewinne

Durch die Akquisitionspolitik des alten Vorstands wurde "massiv Geld verbrannt", doch die Lobster AG will einen Neuanfang wagen.

Reuters BERLIN. Die Lobster Technology Holding AG rechnet gegen Ende des laufenden Geschäftsjahres 2000/2001 wieder mit einer Rückkehr in die Gewinnzone. "Wir fangen neu an", sagte Vorstandschef Thomas Strobl am Mittwoch in Berlin bei der Vorlage der Bilanz 1999/2000, die einen Verlust von 12,9 (minus 3,7) Mill. DM ausweist. Durch Konzentration auf das Kerngeschäft - Lösungen für das Speichern großer Datenmengen - und einem neuen strategischen Partner, der aus einer Kapitalerhöhung rund 10 % der Anteile übernehmen soll, will Lobster die Vergangenheit vergessen machen. "Es stand auf der Kippe", sagte Strobl, der als neuer Vorstand seit Februar den Sanierungskurs eingeleitet hat.

"Hier wurde massiv Geld verbrannt", sagte Strobl zu der Akquisitionspolitik des alten Vorstands, der noch im Dezember 1999 für das Geschäftsjahr 1999/2000 bei Umsätzen von 75 Mill. DM das Erreichen der Gewinnschwelle in Ausicht gestellt hatte. Tatsächlich wurden nur 29,8 Mill. DM umgesetzt und hohe Verluste geschrieben. Dis Finanzmittel sanken um 17,5 Mill. DM auf noch 3,1 (Vorjahr 20,6) Mill. DM. Per Ende des ersten Quartals sei die Liquidität wieder verdoppelt worden, sagte Jobst.

Das erste Quartal per Ende September 2000 "sieht gut aus", sagte Jobst zum Umsatzziel von 4,6 Mill. DM und einem Nettoverlust von noch knapp zwei Mill. DM. Im vierten Quartal soll dann bei Umsätzen von 11,3 Mill. DM ein Reingewinn über 450 000 DM erzielt werden. Die Planungen seien realistisch. "Wir versuchen, die Zahlen zu schaffen oder zu überbieten."

Die Hauptversammlung am 6. Dezember soll eine Kapitalerhöhung auf rund 2,063 (1,875) Mill. Stückaktien beschließen, um einen strategischen Partner aufnehmen zu können. Den Namen nannte Strobl nicht. Zugleich soll der Firmennamen geändert werden, um den Neuanfang zu dokumentieren. Lobster-Aktien notierten am Mittwoch bei einem insgesamt schwächeren Neuen Markt mit rund minus 3 % bei 9,10 Euro. Die Stückaktie hat den rechnerischen Wert von vier Euro.

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