Bis Ende 2002 reines Unternehmen der Spezialchemie
Umbau beflügelt Degussa-Geschäfte

Das weltgrößte Spezialchemie-Unternehmen Degussa ist mit Rekordmarken bei Umsatz und Ergebnis gestartet. Im Geschäftsjahr 2000 erzielten die Vorgänger-Gesellschaften Degussa - Hüls und SKW Trostberg zusammengenommen einen Umsatzanstieg von 21 % auf 16,9 Mrd. Euro (33 Mrd. DM), teilte die Degussa AG am Freitag in Düsseldorf mit.

dpa DÜSSELDORF. Die neue Degussa AG hat auf dem Weg zum "reinsten Spezialchemieunternehmen der Branche" ihren Gewinn enorm gesteigert. Im ersten Geschäftsjahr 2000 sei das Betriebsergebnis um 58 % auf 672 Mill. Euro (1,3 Mrd. DM) gestiegen, sagte Vorstandschef Utz-Hellmuth Felcht am Freitag in Düsseldorf. Der Umsatz inklusive Edelmetallhandel nahm um 23 % auf 20,2 Mrd. Euro zu. In diesem Jahr soll ein Großteil der Randaktivitäten verkauft werden.

Die Degussa entstand aus den E.ON-Tochterunternehmen Degussa-Hüls (Frankfurt/Main) und SKW Trostberg (Bayern), die rückwirkend zum 1. Juli 2000 fusionierten. Der Hauptversammlung am 15. Mai werde eine Dividende von 1,10 Euro (Vorjahr: 0,98 Euro) je Aktie vorgeschlagen, teilte Felcht mit. Die Degussa AG mit Konzernzentrale in Düsseldorf war im Februar ins Handelsregister eingetragen worden.

Unternehmen in Hanau und Dreseden verkaufen

Für das größte Verkaufsprojekt, das Hanauer Unternehmen dmc², soll noch im Frühjahr eine Entscheidung fallen. Dazu werde intensiv mit Industrie- und Finanz-Investoren verhandelt sowie die Möglichkeit des Börsengangs geprüft. Der Hersteller von High-Tech-Materialien erziele mit über 5 000 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 800 Mill. Euro (1,56 Mrd. DM). Daneben liefen für das Arzneimittelwerk Dresden erste Gespräche. Zur Phenolchemie sei ein schneller Abschluss zu erwarten.

Das Verkaufsprogramm soll bis Ende kommenden Jahres abgearbeitet werden und etwa drei Mrd. Euro einbringen, die Degusssa in ihr Kerngeschäft investieren wolle. Mit der vorgesehenen Integration der britischen Firma Laporte rücke Degussa auf den zweiten Platz in der Feinchemie und stärke ihre Präsenz in Amerika. Der 63 000 Mitarbeiter zählende Konzern erziele 70 % des Umsatzes im Ausland. Wegen des hohen Vorjahresniveaus würden die prozentualen Steigerungsraten im laufenden Jahr eventuell niedriger ausfallen, erläuterte Felcht.

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