Bis zu 20 000 Menschen gleichzeitig beschäftigt
Hintergrund: ICE-Neubaustrecke Frankfurt – Köln

Rund sechs Jahre hat die deutsche Bahn AG an der neuen Hochgeschwindigkeitstrasse von Frankfurt am Main nach Köln gebaut. 6 Mrd. ? verschlang das Projekt, dass die Deutsche Bahn als "größtes Einzelprojekt in der Geschichte der deutschen Eisenbahn" bezeichnet.

ddp FRANKFURT/MAIN. Erstmals sind auf dieser Trasse ICE mit 300 Stundenkilometern unterwegs. Die Fahrzeit zwischen Frankfurt und Köln verkürzt sich damit von heute zweieinviertel Stunden auf der alten Rheinstrecke auf 76 Minuten und schlägt damit sogar das Flugzeug. Am Donnerstag startete der erste ICE mit 700 Gästen auf seine Jungfernfahrt von Frankfurt an Köln.

Insgesamt zählt das Projekt 7 000 Bauwerke, darunter 30 Tunnel und 18 Talbrücken. Gut 21 % der Strecke fahren die Schnellzüge durch Tunnels, die Brücken machen knapp 3 % der 177 Kilometer langen Strecke aus. Der längste Tunnel hat eine Länge von 4,5 Kilometern, die längste Talbrücke überspannt 992 Meter. Rechts und links der Trasse stehen 3 250 Masten für die Oberleitung.

Bewegt haben die Bauarbeiter seit dem Spatenstich im Dezember 1995 rund 30 Millionen Kubikmeter Erde, das entspricht etwa 2 Millionen Lkw-Ladungen oder einer Lastwagenschlange, die den halben Erdball umspannen würde. Verbaut haben die Arbeiter rund 300 000 Tonnen Stahl. Die Länge der verlegten Kabel entspricht mit 3 300 Kilometern etwa der Entfernung von Frankfurt nach Luxor in Ägypten. Von Frankfurt nach Köln rollen die ICE ab August auf insgesamt 850 Kilometer Schienen.

20 000 Menschen arbeiteten in Spitzenzeiten an der Strecke. Bis Herbst 2001 forderte der Bau 15 Todesopfer und ein Vielfaches an Schwerverletzten unter den Bauarbeitern. Die meisten der Arbeitsunfälle an der "größten Baustelle Deutschlands" waren auf Unachtsamkeit und Nichtbeachtung von Sicherheitsvorschriften zurückzuführen.

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