Bis zu 29 Millionen sehen Griechen-Sieg
Sensationsquote bei Sensationssieg

Das Finale war in puncto Einschaltquote für ARD und ZDF das Sahnehäubchen auf das gelungene Fernsehevent Fußball-EM. Die erzielten Zuschauerzahlen sind zugleich ein guter Trumpf im Poker um die Rechte für die Euro 2008 in Österreich und der Schweiz.

HB HANNOVER/LISSABON. Griechenlands Sensationssieg hat dem ZDF eine Sensationsquote beschert und zwei Jahre vor der WM 2006 in Deutschland die Bedeutung von Fußball-Großturnieren für Fernsehsender eindrucksvoll unterstrichen. Bis zu 29 Millionen Fans sahen am Sonntagabend in der Schlussphase den 1:0-Erfolg von Otto Rehhagels Griechen über EM-Gastgeber Portugal. Mit einem Durchschnittswert von 24,77 Millionen Zuschauern (Marktanteil 68,4 %) rangiert das EM-Finale sogar vor Deutschland - Tschechien (24,08 Millionen) und schaffte als meistgesehene Fußballbegegnung ohne deutsche Beteiligung den Sprung auf Platz sieben in der ewigen Bestenliste seit 1985.

"Die Zuschauerresonanz in Portugal war pro Spiel um mehr als drei Millionen höher als bei der EM 2000. Das ist eine sehr gute Visitenkarte im Hinblick auf die Rechtevergabe für 2008", bilanzierte ARD-Teamchef Heribert Faßbender das Quotenhoch von ARD/ZDF. Während die WM-Rechte 2006 an ARD/ZDF und RTL vergeben sind, hat die Europäische Fußball-Union (Uefa) noch nicht über das nächste EM- Turnier in der Schweiz und Österreich entschieden. Die Quoten sprechen aber ein deutliche Sprache. Sie wecken Begehrlichkeiten bei den Privatsendern. "Es wird kein leichter Bieterwettbewerb. Auch die Konkurrenz weiß, was möglich ist", meinte Faßbender.

Mehr als 90 Mill. ? haben die öffentlich-rechtlichen Sender für die EM-Rechte in Portugal ausgegeben. Die Investition hat sich gelohnt. "Die Leute empfinden große Freude am Fußball. Bei der EM gab es erstaunlich viele gute Spiele", lautete der Erklärungsversuch von ZDF-Reporter Johannes B. Kerner für das riesige Interesse selbst nach dem frühen Aus des DFB-Teams. "Das Ereignis EM ist stärker als die emotionale Bindung an die eigene Mannschaft. Das war auch bei unseren Nachbarn in den Niederlanden so", fügte Kerner hinzu.

"Die Faszination des Fußballs ist noch größer geworden", freute sich Weltverbands-Präsident Joseph S. Blatter über die große Resonanz der Euro 2004. Weltweit verfolgten mehr als eine Milliarde Menschen die 31 Begegnungen. Auch im Internet boomte der Fußball. Die Uefa registrierte auf ihrer offiziellen Homepage (www.euro2004.com) millionenfache Zugriffe. Diese Zahlen und die EM-Begeisterung wecken schon jetzt die Vorfreude auf die WM 2006 in Deutschland.

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