Bis zu 35 % sollen plaziert werden
Thyssen-Krupp bekräftigt Börsenpläne für Stahlsparte

Der Aufsichtsrat von Thyssen-Krupp billigte auf einer Sitzung am Freitag Zeitplan für den Börsengang im September oder Oktober.

Reuters DÜSSELDORF. Die Stahlsparte des ThyssenKrupp-Konzerns soll im September oder Oktober an die Börse gebracht werden. Der Aufsichtsrat von ThyssenKrupp billigte nach Unternehmensangaben auf einer Sitzung am Freitag in Düsseldorf diesen Zeitplan. Personalfragen seien in dem Gremium nicht erörtert worden, gab der Konzern weiter bekannt. In den vergangenen Tagen war spekuliert worden, der Konzern wolle seine Doppelspitze aus Gerhard Cromme und Ekkehard Schulz abschaffen. Der Aufsichtsrat hatte der schrittweisen Abtrennung des Stahlgeschäfts im Grundsatz schon 1999 zugestimmt. Mit dem derzeitigen Geschäftsverlauf zeigte sich ThyssenKrupp zufrieden.



Im Herbst sollen nach früheren Angaben des Konzerns zwischen 25 und 35 % der Thyssen Krupp Steel öffentlich platziert werden. Man habe auf der Sitzung die Einzelheiten des Börsengangs besprochen, sagte ein Konzernsprecher. Diese sollten aber erst am 24. Juli auf einer Pressekonferenz bekannt gegeben werden. In den vergangenen Monaten war in Medien spekuliert worden, ThyssenKrupp könnte den Börsengang seiner Stahlsparte verschieben oder aufgeben. Auch hatte es stets Gerüchte gegeben, dass der französische Stahlhersteller Usinor die Stahlsparte von ThyssenKrupp übernehmen werde. Beides war von dem Düsseldorfer Konzern vehement zurückgewiesen worden.



Mit dem Geschäftsverlauf im noch bis Ende September laufenden Geschäftsjahr 1999/00 zeigte sich ThyssenKrupp zufrieden. Das Ergebnis habe sich im dritten Quartal ähnlich dynamisch entwickelt wie in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres, teilte das Unternehmen mit. Für diesen Zeitraum hatte der Konzern im Mai eine Verdoppelung des Gewinns vor Steuern von 187,3 Mill. Euro auf 366,5 Mill. Euro bekannt gegeben. An der Börse waren diese Zahlen damals aber mit Enttäuschung aufgenommen worden. Der Aktienkurs von ThyssenKrupp brach seinerzeit daraufhin ein. Am Freitagnachmittag lag die Aktie im Computerhandel Xetra mit 16,34 Euro um 0,62 % höher als beim Vortagesschluss.



ThyssenKrupp

dementierte am Freitag auch erneut Spekulationen, wonach der Konzern den Reifenhersteller Continental übernehmen wolle. Da sei überhaupt nichts dran, sagte ein Unternehmenssprecher. Auch Continental teilte mit, es gebe keine entsprechenden Überlegungen.



Die bereits vor einiger Zeit aufgekommenen Gerüchte über eine angebliche Vereinigung von ThyssenKrupp und Continental hatten durch einen Bericht des Norddeutschen Rundfunks am Donnerstag neue Nahrung bekommen. Der Sender zitierte den niedersächsischen Ministerpräsidenten Sigmar Gabriel anlässlich eines Werksbesuches bei Continental in Hannover mit den Worten, die Unternehmenszentrale müsse auf jeden Fall in Hannover bleiben. Continental ist seit längerem als potenzieller Übernahmekandidat im Gespräch.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%