Bis zu 7 000 Stellen werden gestrichen
Deutlicher Ergebniseinbruch bei Philips

Der niederländische Elektronikkonzern Philips Electronics hat in den ersten drei Monaten dieses Jahres deutliche Einbußen verzeichnet und rechnet auf Grund der Schwäche in der Telekommunikations- und PC-Industrie nicht mit einer Besserung.

afp/ddp/vwd AMSTERDAM. Wie Philips am Dienstag in Amsterdam mitteilte, werde weiter mit einem niedrigen Wachstum sowie erheblichen Preisdruck gerechnet. Für das laufende zweite Quartal erwartet Philips sogar ein negatives Ergebnis. Um Kosten zu sparen, plant Philips den Abbau von bis zu 7 000 Stellen. Experten werteten die Quartalsbilanz als "enttäuschend", wobei besonders der schlechte Ausblick auf das laufende Quartal unter den Erwartungen gelegen habe.

Der Nettogewinn von Philips brach im ersten Quartal 2001 gegenüber dem Vorjahr von 1,14 Mrd. Euro auf 106 Mill. Euro (207 Millionen Mark) ein. In dem Ergebnis enthalten ist ein Nachsteuergewinn von 53 Mill. Euro aus dem Verkauf der Philips Broadcast Group. Im ersten Quartal 2000 hatte Philips noch einen außerordentlichen Gewinn über 526 Mill. Euro durch den Verkauf von Anteilen an JDS Uniphase verzeichnet. Das operative Ergebnis halbierte sich von 663 Mill. Euro auf 332 Mill. Euro. Der Umsatz sank leicht von 8,3 auf 8,2 Mrd. Euro.

Wegen der abgeschwächten Konjunktur streicht der niederländische Elektronikkonzern in diesem Jahr 6 000 bis 7 000 Stellen. Das Unternehmen begründete dies am Dienstag mit der nachlassenden Nachfrage in der Telekommunikations- und Computerindustrie und der Aussicht auf Verluste der entsprechenden Konzernsparten. Einzelheiten der geplanten Stellenstreichungen will Philips bis Ende Juni bekannt geben; für den Umbau werden insgesamt 350 Mill. Euro (fast 685 Mill. DM) veranschlagt. Der niederländische Großkonzern beschäftigte Ende März weltweit 219 399 Menschen und damit bereits rund 10 000 weniger als ein Jahr zuvor.

Fortgesetzter Preisverfall

"Wir sehen keine Anzeichen dafür, dass der Abschwung in einigen Teilen der Welt, vor allem in den USA, zu Ende ist", erklärte Philips. Für mehrere Märkte, in denen der Konzern tätig sei, bedeute dies weiterhin schwache Wachstumsraten und einen fortgesetzten Preisverfall. Bei sinkenden Umsätzen gingen vor allem die Erlöse in den beiden Philips-Sparten Komponenten sowie Unterhaltungselektronik zuletzt deutlich zurück: Im zweiten Quartal rechnet Philips auch ohne die Sonderbelastung durch den Umbau mit einem Verlust.

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