Bis zu 92 Prozent Zuschuss sind möglich
Die Riester-Rente ist besser als ihr Ruf

Die Riester-Rente ist seit ihrer Einführung zum 1. Januar 2002 mehr ein Ladenhüter als ein Publikumsliebling. Die Gründe sind vielfältig: Regierung und Opposition haben bis zum Schluss taktiert. Kurz vor Inkrafttreten wurden große Teile der Reform erneut verändert, mit der Folge, dass die Produkte der Finanzbranche für die Kunden nicht rechtzeitig bereit standen.

HB DÜSSELDORF. Die Verunsicherung wurde noch größer, als die Gewerkschaften empfahlen, auf die Versorgungswerke der Tarifpartner zu warten. Die Verbraucherschutzorganisationen riefen dazu auf, abzuwarten bis eine Transparenz der Angebote vorläge. Die Versicherungsbranche kritisierte die ungünstigen Vergütungsregelungen für Vertreter.

Die politischen Parteien setzten die gegenseitigen Vorwürfe weiter fort. Die Medien griffen das Thema entsprechend immer wieder negativ auf. Unter diesen Umständen verwundert es nicht, dass der verunsicherte Bürger sich nicht für "Riester" erwärmen kann. Dabei ist "Riester" endlich ein Einstieg in die kapitalgedeckte Altersvorsorge.

Nach demographischen Untersuchungen müssen wir davon ausgehen, dass jeder Bürger künftig in kapitalgedeckte private Systeme einzahlen muss, um später eine ausreichende Rente zur Verfügung zu haben. Das Riester-System spielt dabei mit vier Prozent des Bruttoeinkommens (ab 2008) eine wichtige Rolle. Parallel sollte jeder Beschäftigte die maximal mögliche Entgeltumwandlung von vier Prozent für die betriebliche Altersversorgung nutzen, indem er den Gegenwert in eine Pensionskasse einzahlt. Darüber hinaus muss jeder Einzelne zusätzlichen Versorgungsbedarf durch andere Maßnahmen decken. Dazu gehören Lebens- und Rentenversicherungen ebenso wie Wertpapiersparpläne oder Immobilien.

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