Bis zu zehn Milliarden Euro Mehrkosten
UMTS-Betreiber befürchten Grenzwertabsenkung

"Wenn die Grenzwerte um den Faktor zehn gesenkt würden, würde das für alle Mobilfunkbetreiber beim Ausbau des UMTS-Netzes zusätzliche Kosten von 8 bis 10 Mrd. Euro bedeuten", sagte Volker Hombach von T-Mobile in Berlin.

wiwo/ap BERLIN. Als "Grenzwertsenkung durch die Hintertür" kritisierte der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) die Richtlinien zur Vergabe des Umweltzeichens "Blauer Engel". Die Vergabe ist an einen niedrigen SAR-Wert geknüpft, der angibt, wieviel Energie beim Telefonieren vom Körper aufgenommen wird. Der national und international gebräuchliche Grenzwert von zwei Watt pro Kilogramm werde auch unter den ungünstigsten Verhältnissen von allen Handys eingehalten, erklärte der Verband. Dies werde durch das CE-Zeichen auf dem Mobiltelefon dokumentiert.

Bei T-Mobile soll das Breitband-Mobilfunknetz UMTS Ende 2003 an den Start gehen, wie Hombach mitteilte. Zunächst sollen die Bewohner von 40 Großstädten in den Genuss der schnellen Mobilfunk-Übertragungsrate kommen. Bis zum Jahr 2005 sollen es Hombach zufolge dann 50 % der Bevölkerung sein - die Einwohner von 450 Städten. Für das UMTS-Netz müssen neue Basisstationen aufgebaut werden. "Jeder UMTS-Standort kostet rund 500 000 Euro, inklusive der Betriebskosten für zehn Jahre", sagte Hombach. Um niedrigere Grenzwerte zu gewährleisten, müssten unter anderem mehr Basisstationen aufgebaut werden.

Auch nach der Einführung des UMTS-Standards werde das GSM-Netz noch lange weiter bestehen. "Das wird natürlich nicht einfach abgeschaltet", sagte Hombach. Derzeit seien 98 % der Fläche durch GSM abgedeckt.

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