Bisher einziger Interessent
Konsortium-Angebot für Ausbau des Flughafens Schönefeld abgelehnt

Der Aufsichtsrat der Berlin Brandenburg Flughafen Holding (BBF) hat das Angebot des Konsortiums von IVG und Hochtief zum Ausbau des Airports Schönefeld als nicht verhandlungsfähig abgelehnt.

ddp BERLIN. Die Geschäftsführung der Projektplanungsgesellschaft Schönefeld (PPS) wurde zugleich ermächtigt, von dem Konsortium bis 31. Oktober eine weitere Aufklärung des Angebots "sowohl in finanzieller als auch vertraglicher Hinsicht" zu verlangen. Das wurde am Freitag nach der Sitzung des BBF-Aufsichtsrats mitgeteilt. BBF-Gesellschafter sind die Länder Berlin und Brandenburg sowie der Bund.

Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) sagte, die Tür sei noch nicht zugeschlagen. Die Anbieter hätten noch eine Chance erhalten. Dies sei nicht das Ende des Privatisierungsverfahrens. Die Gesellschafter akzeptierten jedoch kein Angebot, das zu ihren Lasten gehe.

Das Bieterkonsortium ist einziger Interessent für den Erwerb der Flughafen Holding und den Bau des neuen Airports in Schönefeld südlich von Berlin. Das Kaufgebot soll nach Presseberichten bei 50 Mill. DM liegen. Darüber hinaus wollen die Unternehmen die öffentliche Hand in die Pflicht nehmen, bis zu vier Mrd. DM des rund sieben Mrd. DM teuren Flughafenneubaus zu tragen.

Nach den bisherigen Planungen soll der Großflughafen Ende 2007 eröffnet werden. In einem ersten Privatisierungsverfahren hatten die Bieter noch einen Kaufpreis von 650 Mill. DM offeriert. Die ursprünglich Anfang 1999 abgeschlossene Privatisierung war von einem Bewerber juristisch erfolgreich angefochten worden und musste daraufhin neu aufgerollt werden.

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