Bisher größte Transaktion unter Europas E-Brokerage-Unternehmen
Direkt Anlage Bank übernimmt französische Self Trade

Die Transaktion soll im Zuge eines Aktientausches über die Bühne gehen. Die Hypo-Vereinsbank, Großaktionär der Direkt Anlage Bank, hat ihre Zustimmung signalisiert.

Reuters FRANKFURT. Die Münchener Direkt Anlage Bank übernimmt den französischen Direct-Broker Self Trade S.A. im Zuge eines Aktientausches. Der Vereinbarung zufolge werden vier Self Trade-Aktien gegen eine DAB-Aktie getauscht, teilte die Direkt Anlage Bank auf einer Pressekonferenz am Mittwoch mit. Den Angaben zufolge haben die Hauptanteilseigner von Self Trade, darunter die Vorstände dem Tausch bereits zugestimmt. Gemessen an den Schlusskursen der beiden Unternehmen vom Dienstag und unter Berücksichtigung des Verwässerungseffekts bei der DAB entspreche dies eine Bewertungsaufschlag von 21 % für Self Trade. Der Hauptaktionär der DAB, die Hypo-Vereinsbank habe ihre Zustimmung der Übernahme bereits signalisiert.

"Wir sind der erste, wahre pan-europäische E-Broker", sagte DAB-Vorstand Matthias Kröner. Durch den Zusammenschluss unter dem Dach der DAB erreiche das Unternehmen 82 % der europäischen Bevölkerung und werde künftig außer in Deutschland und Frankreich auch in Italien, Spanien, der Schweiz und Großbritannien vertreten sein. Sowohl die Umtauschverpflichtung als auch das Angebot an die weiteren Aktionäre müsse den Angaben zufolge noch von der franzöischen Bankenaufsicht genehmigt und von den DAB-Aktionären auf einer außerordentlichen Hauptversammlung genehmigt werden. Diese werde voraussichtlich im November 2000 stattfinden. Das gesamte Verfahren soll nach DAB-Vorstand Kröner bis Ende des Jahres abgeschlossen werden. Nach Abschluss der Übernahme strebt die am Neuen Markt gelistete DAB den Angaben zufolge eine Notierung an der Pariser Börse. Die Aktie des Online-Brokers Self Trade wird am Noveau Marche in Paris geführt.

Die DAB führe zum Ende des ersten Halbjahres künftig 325 000 Depots und verwalte ein Kundenvermögen auf Pro-Forma-Basis von 12,5 Mrd. Euro. Gemessen an der Zahl der Kundendepots bedeute dies Rang drei, gemessen nach verwaltetem Kundevermögen Rang eins in Europa. "Für die Aktionäre der DAB bedeutet dies, dass die Aktie an Substanz und an Phantasie gewinnt", sagte Krönert. Die Direkt Anlage Bank-Aktie notierte am frühen Mittwoch Nachmittag mit einem Minus von 7,24 % bei 57,51 Euro.

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