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Bisher keine Überlebenden bei Airbus-Absturz vor Bahrain

143 Menschen waren an Bord der abgestürzten Maschine. Airbus Industrie schickt Experten und technische Unterstützung an den Golf.

Reuters/ap MANAMA/PARIS. Vor der Küste Bahrains ist am Mittwoch ein Airbus A-320 der Gulf Air mit 143 Menschen an Bord ins Meer gestürzt. Hilfsmannschaften fanden nach offiziellen Angaben mehr als 70 Leichen, darunter viele Kinder. Überlebende seien nicht gefunden worden, sagte ein Sprecher der Zivilschutzbehörde im Fernsehen.

Nach Angaben von Flughafen und Fluglinie fing Triebwerk der Maschine aus Kairo beim Anflug auf Bahrain Feuer. Daraufhin sei der Airbus mit der Flugnummer GF072 gegen 18.30 Uhr MESZ rund sechs Kilometer nördlich Bahrains abgestürzt. Nach Angaben von Gulf Air waren unter den 143 Menschen an Bord acht Besatzungsmitglieder.

Auf dem Flughafen von Bahrain wurden rund 50 Angehörige von Passagieren von der Öffentlichkeit abgeschirmt. Mitarbeiter des Flughafens führten sie in einen besonderen Wartebereich. Auch Hubschrauber der US-Marine beteiligten sich nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Washington an den Rettungsbemühungen. Die Insel Bahrain mit der Hauptstadt Manama liegt im Golf vor Katar.

Airbus Industrie schickt Experten an den Golf

Der Flugzeughersteller Airbus Industrie will ein Team von Fachleuten an den Golf entsenden, um bei der Ermittlung der Unglücksursache zu helfen. In einer am Mittwoch in Paris veröffentlichten Erklärung hieß es, das Flugzeug sei im September 1994 an die Fluglinie Gulf Air ausgeliefert worden und habe in 13848 Flügen rund 17177 Flugstunden absolviert.

Airbus Industrie werde den Ermittlungsbehörden in Manama volle technische Unterstützung gewähren. An Spekulationen über die Unglücksursache wolle sich das Unternehmen nicht beteiligen. Der A320 wird für Kurz- und Mittelstreckenflüge eingesetzt. Der Flugzeugtyp wurde im April 1988 in Dienst gestellt.

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