Bisher keinerlei Verhandlungen
RTL interessiert an Bundesliga live

Der Fernsehsender RTL hat Interesse an der Live-Übertragung von Spielen der Fußball-Bundesliga. Das bestätigte RTL-Informationsdirektor Hans Mahr. "Wenn es Live-Ereignisse auf einer vernünftigen Basis gibt, ist das für uns ein Thema", sagte Mahr. Voraussetzung sei, dass man "damit mindestens eine schwarze Null schreiben kann". Bisher habe es aber über dieses Thema keinerlei Gespräche mit dem Rechteinhaber Infront gegeben.

HB/dpa HANNOVER. "Es liegen weder Angebote vor, noch haben wir welche gemacht", sagte Mahr weiter. Er wies darauf hin, dass die Rechte für Livespiele auch in der kommenden Saison beim Pay-TV-Sender Premiere liegen. Interesse an einer Erstliga-Zusammenfassung, wie sie derzeit Sat.1 in der Sendung "ran" anbietet, hat RTL nicht. Der Marktführer setzt im Sport seit Jahren auf Live-Rechte.

Der RTL-Informationsdirektor dementierte, dass es für die kommende Saison Pläne für eine gemeinsame Bundesliga-Berichterstattung mit der ARD und dem DSF gebe: "Es gab keinerlei Gespräche oder Verhandlungen mit den anderen Sendern oder dem Rechteinhaber." Ähnlich hatten sich schon die ARD und das DSF zu angeblichen Überlegegungen geäußert, dass die drei Sender zusammen 80 Mill. ? für die TV-Rechte im frei empfangbaren Fernsehen zahlen würden. Ende der 90er Jahre hatte RTL zusammen mit der ARD ein Angebot abgegeben, bei dem der Privatsender ein "Spiel der Woche" live gezeigt hätte. "Aber Kirch hat mehr geboten", sagte Mahr.

Die ARD hatte zuletzt Bereitschaft signalisiert, die Bundesliga- Erstverwertung im Free-TV zu übernehmen, wenn der Preis von derzeit 80 Mill. ? deutlich falle und in den Sport-Etat passe. ARD - Sprecher Martin Gartzke dementierte am Mittwoch jedoch Berichte, dass es bereits erste Tests für eine neue "Sportschau" mit Reinhold Beckmann als Moderator gebe: "Das ist nicht richtig, es gibt weder Konzepte noch Probesendungen."

Branchenkenner gehen davon aus, dass die Gerüchte gestreut wurden, um Sat.1 unter Druck zu setzen. Der bisherige Bundesliga-Sender hat die Bundesliga-Rechte wiederholt als zu teuer bezeichnet und seine Option auf Verlängerung des laufenden Vertrages verstreichen lassen.

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