Bislang keine Bestätigung von Staatsanwaltschaft: Bankgesellschaft-Aktionäre erstatten Strafanzeige

Bislang keine Bestätigung von Staatsanwaltschaft
Bankgesellschaft-Aktionäre erstatten Strafanzeige

Eine Aktionärs-Gruppe der Bankgesellschaft Berlin hat nach eigenen Angaben bei der Berliner Staatsanwaltschaft eine Strafanzeige gegen ehemalige Spitzenmanager und Organe der Bank eingereicht. Die Anzeige der "Aktionsgemeinschaft der BGB-Aktionäre" richte sich unter anderem gegen den Ex-Vorstandschef Wolfgang Rupf, hieß es in einer Mitteilung der Gruppe vom Donnerstag.

Reuters BERLIN. Daneben richte sie sich auch gegen das Ex-Vorstandsmitglied Norbert Pawlowski sowie "alle anderen Organe der Bankgesellschaft", die zwischen 1. Juli 1999 und Mai 2001 für die Bank und deren Töchter verantwortlich waren. Die Vorwürfe lauteten auf Betrugs- und Untreuetatbestände, unrichtige oder verschleiernde Angaben zum Konzerngeschäft sowie unzulässiger Erwerb eigener Aktien.

Eine Bestätigung über den Eingang der Anzeige war von der Berliner Justiz zunächst nicht zu erhalten. Bei der Bankgesellschaft zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Die Strafanzeige werde bei der Berliner Staatsanwaltschaft unter dem Aktienzeichen drei Wi Js 55/02 bearbeitet, erklärte die Aktionärsgruppe. Der Anzeige liege der Verdacht zu Grunde, dass den für die Bankgesellschaft Berlin Verantwortliche spätestens seit Juli 1999 die "katastrophale Lage" des Instituts bewusst vor der Öffentlichkeit verschleiert hätten. Die Öffentlichkeit sei über die Ertragskraft der Bank und die in ihr schlummernden Risiken getäuscht worden. Dadurch sei den Aktionären erheblicher Schaden entstanden.

Die Aktionsgemeinschaft der BGB-Aktionäre wurde nach Angaben ihres Vertreters Dieter Schultze-Zeu im Verlaufe des vergangenen Jahres gegründet, als immer neue Berichte über finanzielle Probleme der Bank deren Aktienkurs massiv gedrückt hatte. Die Gruppe vertete rund 80 BGB-Aktionäre, sagte Schultze-Zeu der Nachrichtenagentur Reuters. Er erhoffe sich, dass die Berliner Staatsanwaltschaft nach der Anzeige in den nächsten Tagen einen Anfangsverdacht gegen die Beschuldigten bejahe und formell Ermittlungen aufnehme. Parallel sei eine zivilrechtliche Klage gegen Verantwortliche der Bank in den ersten Januartagen auf den Weg gebracht worden, bei der es um eine Schadenersatzforderung von knapp 100 000 ? gehe, sagte Schultze-Zeu.

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