Bislang keine Stellungnahmen
Stolte soll Herausgeber bei Springer werden

Der scheidende ZDF-Intendant Dieter Stolte soll Herausgeber der Springer-Zeitungen "Die Welt" und "Berliner Morgenpost" werden, für die der Verlag künftig eine enge Zusammenarbeit plant.

Reuters HAMBURG. Der designierte Springer-Chef Mathias Döpfner habe die Mitarbeiter am Donnerstagmorgen über die Pläne informiert, hieß es in Redaktionskreisen der "Welt" und der "Morgenpost". Auf Verlagsebene und in den Redaktionen solle es künftig eine sehr enge Zusammenarbeit geben. Beide Zeitungstitel sollten aber erhalten bleiben. Branchendienste hatten berichtet, die Zeitungen sollten fusionieren. Bei Springer und beim ZDF war zunächst niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.

Durch die faktische Zusammenlegung von Redaktionen sollen den Kreisen zufolge Synergien genutzt werden. Auch ein Personalabbau sei geplant, hieß es in den Redaktionskreisen weiter. "Morgenpost"-Chefredakteur Herbert Wessels werde seinen Posten aufgeben. Der bisherige "Welt"-Chefredakteur Wolfram Weimer solle Chefredakteur der beiden Blätter werden. Als sein Stellvertreter sei Jan-Eric Peters vorgesehen, der bis vor kurzem für das inzwischen eingestellte Gratisblatt "Extra" verantwortlich war.

Springer verfolgt nach einem Ergebnisrückgang einen strikten Sparkurs und will jede zehnte von 14 000 Stellen streichen. Der Berliner Zeitungsmarkt gilt mit den "Morgenpost"-Konkurrenten "Tagesspiegel" (Holtzbrinck) und "Berliner Zeitung" (Gruner+Jahr) als stark umkämpft.

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