Bislang nur Klage gegen Unternehmen möglich
Däubler-Gmelin: Geprellte Aktionäre sollen Vorstände belangen dürfen

Geprellte Aktionäre sollen nach dem Willen von Bundesjustizministerin Herta Däubler-Gmelin (SPD) Vorstände und Aufsichtsräte künftig belangen können.

HB BERLIN. "Wichtig ist, dass die Verantwortlichen den Schadenersatz aus eigener Tasche zahlen müssen", sagte die Ministerin. Das sehen Gesetzespläne des Ressorts vor, mit denen nach den jüngsten Bilanzskandalen der Anlegerschutz verbessert werden soll. Bislang können Aktionäre nur das eigene Unternehmen verklagen, nicht aber gezielt das Management.

Den Gesetzesplänen zufolge sollen geprellte Aktionäre künftig ihre Anteile bündeln können. "Sie werden im Bundesanzeiger auf beabsichtigte Schandenersatzklagen hingewiesen und können sich so daran beteiligen", sagte Däubler-Gmelin zum geplanten Verfahren. Für eine Klage müssen Kleinaktionäre künftig entweder ein Prozent der Anteile zusammenbringen oder 100 000 Euro Börsenwert auf sich vereinen. Bisher können nur Großaktionäre mit mindestens fünf Prozent klagen. Doch die ziehen nur in Ausnahmefällen vor Gericht.

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