Bislang rund 10 500 Kilometer zurückgelegt
Fossett stürzte fast in den Pazifik

Auf seiner Ballonfahrt um die Erde ist der Amerikaner Steve Fossett nur knapp einer Katastrophe entgangen.

WiWo/ap ST. LOUIS. Bei stürmischem Wetter befand sich der Ballon "Bud Light Spirit of Freedom" zeitweise lediglich 122 Meter über dem Pazifik und damit gefährlich nah an der Wasseroberfläche. Der 58-jährige Fossett bezeichnete den Sonntag als bislang kritischsten Tag seit seinem Start am Dienstag in Australien.

Fossett musste alle drei Gasbrenner zünden, um nicht ins Meer zu stürzen. Per Satellitentelefon sagte er der Bodenkontrollstation in St. Louis, er versuche nur noch, sicher nach Südamerika zu kommen, und halte es für praktisch unmöglich, seinen Rekordversuch - die Solo-Erdumrundung - zu vollenden. "Ich konnte nicht schlafen", fügte Fossett hinzu. Trotz einer Alarmeinrichtung habe er befürchtet, nicht schnell genug auf Sturmböen reagieren zu können. Stunden später besserte sich Fossetts Stimmung. Bis Montagmorgen war der Ballon wieder in mehr als 6 800 Meter Höhe aufgestiegen und mit knapp 55 Kilometern pro Stunde unterwegs. Seit dem Start hat Fossett rund 10 500 Kilometer zurückgelegt.

Insgesamt sind für die Erdumrundung 15 Tage veranschlagt. Bislang ist dieses Abenteuer noch keinem Ballonfahrer gelungen. Fossett selbst hat bereits fünf gescheiterte Versuche hinter sich. Zuletzt musste der Millionär aus Chicago nach zwölf Tagen in Brasilien landen. Wenn er die Erdumrundung schafft, wird Fossett bis zur Rückkehr nach Australien etwa 29 000 Kilometer zurückgelegt haben. Der erste Ballonflug um die Erde im Team gelang 1999 dem Schweizer Bertrand Piccard und dem Briten Brian Jones.

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