Bislang schon kommissarischer Leiter
Engels wird neuer Präsident des Bundesrechnungshofs

Das Amt kennt er schon lange und auch vor den schwierigen und heiklen Aufgaben ist ihm nicht bang: Dieter Engels (52) wird neuer Präsident des Bundesrechnungshofs. Der Rheinländer rückt damit zum obersten Finanzkontrolleur des Bundes und Prüfer von öffentlicher Steuerverschwendung auf.

dpa BONN. Engels ist Jurist und Experte im Verwaltungs- und Haushaltsrecht. Seine Amtsperiode dauert 12 Jahre.

Nach dem Abschied von Hedda von Wedel, die zum Europäischen Rechnungshof wechselte, übt Engels den Spitzenposten seit Jahresanfang bereits kommissarisch aus. Mit den Berichten über die strittigen Airbus-Käufe und die fehlerhaften Arbeitsamtszahlen rückte das sonst vertraulich arbeitende Amt unter ihm wieder einmal ins Blickfeld.

Seit Dezember 1996 war Engels bereits Vizepräsident der Behörde mit rund 600 Mitarbeitern, die im Zuge des Regierungswechsels inzwischen in Bonn angesiedelt ist. Anders als seine Vorgängerin, die der CDU angehörte, ist Engels SPD-Mitglied. Er lässt aber keinen Zweifel daran, dass die festgeschriebene Unabhängigkeit der Bundesbehörde für ihn beruflich allein maßgebend ist.

Engels tat sich mit zahlreichen Veröffentlichungen zum Haushalts-, Parlaments- und Verwaltungsrecht hervor. Der promovierte Jurist ist Honorarprofessor an der Deutschen Hochschule für Verwaltungswissenschaften in Speyer (Rheinland Pfalz).

Engels wurde am 7. Februar 1950 in Mechernich (Eifel) geboren und ist Vater zweier Kinder. Gymnasium und Jura-Studium absolvierte er in Bonn - nur einen Steinwurf von seinem heutigen Arbeitsplatz entfernt. Von 1983 bis 1992 war er in verschiedenen Funktionen im Bundestag tätig. Anschließend war er bis 1996 Leiter der Verwaltung der SPD - Fraktion, bevor in den Rechnungshof wechselte.

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