Bislang sind fünf Menschen an Milzbrand gestorben
Milzbrand-Erreger stammen vermutlich aus USA

Über zwei Monate nach Bekanntwerden der ersten Milzbrandfälle in den USA zeichnet sich immer deutlicher ab, dass die Erreger aus den USA stammen. .

dpa WASHINGTON. Dies bestätigte am Montag auch das Weiße Haus. Präsidentensprecher Ari Fleischer erklärte, es gebe noch keine endgültigen Erkenntnisse, "aber die Hinweise deuteten zunehmend darauf, dass es eine heimische Quelle (für die Anthraxsporen) gibt."

Die "Washington Post" berichtete unterdessen, dass die Anthraxsporen in den Briefen an zwei Senatoren genau die gleichen genetischen Eigenschaften aufweisen wie die Erreger in den Beständen der US-Armee. Sie stammten aus dem Medizinischen Forschungsinstitut der Armee für Ansteckende Krankheiten (USAMRIID) in Fort Detrick im Bundesstaat Maryland. Zudem gebe es nur fünf Labors in den USA, die von diesem Army-Labor genau diese genetische Variante des so genannten Ames-Stammes des Bakteriums erhalten hätten. Ein Wissenschaftler erklärte in der Zeitung, dies bedeutete, dass die Täter die Anthraxsporen von dem Militärlabor USAMRIID erhalten haben.

In den USA sind seit Bekanntwerden des ersten Falls Anfang Oktober fünf Menschen an Milzbrand gestorben. Der oder die Täter hatten mehrere Briefe mit den tödlichen Erregern verschickt, darunter an die Senatoren Tom Daschle und Patrick Leahy sowie Medienvertreter in New York. Die Sporen verbreiteten sich über zahlreiche Poststellen in Washington, New York und New Jersey. Von den Tätern fehlt weiter jede Spur.

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