Bislang vier Millionen Abschlüsse
Riester-Rente soll vereinfacht werden

Bundessozialministerin Ulla Schmidt (SPD) will die private Altervorsorge nach dem Modell der Riester-Rente rasch vereinfachen, damit mehr Arbeitnehmer einen Vertrag abschließen.

HB REUTERS. Ulla Schmidt (SPD) sagte am Montag bei der Erläuterung der Rentenbeschlüsse der rot-grünen Koalition, die bislang elf Zertifizierungskriterien für die Riester-Rente sollten deutlich reduziert werden. Aus Verbraucherschutz-Gesichtspunkten müssten aber drei Kriterien berücksichtigt werden. Die Auszahlung der Riester-Rente dürfe frühestens ab 60 Jahre und nur als monatliche Zahlung geschehen.

Die Rückzahlung der eingezahlten Beiträge müsse garantiert werden. Zudem solle die Förderung einer monatlichen Alters-, Invaliditäts- und Hinterbliebenenversorgung auf den Weg gebracht werden. Damit wolle man auch gleiche Tarife für Männer und Frauen fördern.

"Wir wollen, dass mehr Menschen davon Gebrauch machen", sagte Schmidt. Bislang hätten etwa vier Millionen Arbeitnehmer so genannte Riester-Verträge abgeschlossen. Künftig müsse auch der Antrag auf die staatliche Zulage nur einmal gestellt werden. Wann die Änderungen in Kraft treten sollen, ließ Schmidt offen. Dies werde in einem Gesamtpaket mit der Einführung der nachgelagerten Besteuerung der Renten auf den Weg gebracht. "Das wird alles in den nächsten Wochen oder sowas auf den Tisch gelegt", sagte Schmidt. Zur nachgelagerten Besteuerung hatte sie zuvor gesagt, ihr Ziel sei es, dass diese bis Mitte nächsten Jahres von Bundestag und Bundesrat verabschiedet sei.

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