Bislang wurden keine größeren Pannen gemeldet
Die Welt blickt gespannt auf Amerika

Nach einem dramatischen Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen dem republikanischen Amtsinhaber George W. Bush und seinem demokratischen Herausforderer John Kerry noch in den letzten Umfragen war es am Dienstag völlig ungewiss, wer in den nächsten vier Jahren im Weißen Haus regieren wird.

HB WASHINGTON. Experten sprachen von einem atemberaubenden politischen Zweikampf, wie es ihn in der amerikanischen Geschichte nur selten gegeben hat. Bis zu 30 000 von den Republikanern und Demokraten entsandte Rechtsanwälte beobachteten den Wahlverlauf: Das ist bisher einmalig. Die Kandidaten selbst äußerten die Hoffnung auf ein Ergebnis bereits in der Nacht zum Mittwoch.

Angesichts des extrem knappen Rennens und des bereits im Vorfeld begonnenen juristischen Gerangels um Wahlprozeduren galt aber eine Wiederholung des Wahlchaos im Jahr 2000 als möglich. Die Präsidentschaftswahl ist jedoch kurz vor Schließung der ersten Wahllokale in einigen Bundesstaaten ohne wesentliche Zwischenfälle geblieben. Bei einer ungewöhnlich hohen Wahlbeteiligung wurden am Dienstag nur vereinzelt Pannen und Unregelmäßigkeiten bekannt. Die Börse in New York reagierte mit leichten Kursverlusten auf jüngste Meinungsumfragen, die einen knappen Sieg des demokratischen Kandidaten John Kerry voraussagten. Das Meinungsforschungsinstitut Gallup sah laut des Nachrichtensenders CNN Kerry mit 48 % vor dem republikanischen Präsidenten George W. Bush mit 47 %.

Bei der Präsidentenwahl im Jahr 2000 stand der Sieger erst nach 36 Tage langen Rechtstreitigkeiten fest. Diesmal wurden nur kleinere Vorfälle gemeldet. In dem Landkreis Volusia in Florida mussten 13 000 Stimmen nachgezählt werden, nachdem es ein Problem mit einer Wahlmaschine gegeben hatte. Vorübergehende Ausfälle elektronischer Wahlmaschinen gab es in mehreren Wahllokalen verschiedener Bundesstaaten. In Philadelphia (Pennsylvania) reichten republikanische Anwälte Betrugsklage ein. Danach sollen in Wahlautomaten bereits vor Öffnung der Wahllokale fast 2000 Stimmen gespeichert gewesen sein. Nach demokratischen Angaben handelte es sich jedoch um einen "Lesefehler" seitens der Republikaner.

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