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Bitburger übernimmt Kontrolle über Wernesgrüner

Der Brauerei-Konzern Bitburger will mit der ostdeutschen Traditionsbiermarke Wernesgrüner weiter wachsen. Bitburger habe rückwirkend zum 1. Januar knapp 50 % der Aktien an Wernesgrüner erworben, teilte Deutschlands drittgrößter Brauer am Montag mit.

afp BITBURG. Durch Zeichnung neuer Aktien werde die westdeutsche Firma weitere Anteile übernehmen und mit 63 % schließlich die Kontrolle innehaben. Das Bundeskartellamt muss der Beteiligung noch zustimmen. Die Biermarke Wernesgrüner aus dem sächsischen Vogtland ist derzeit die Nummer drei im Premium-Pilssegment der neuen Bundesländer.

Bitburger kaufte den Angaben zufolge von der Bayerischen Kapitalbeteiligungsgesellschaft, einer Tochtergesellschaft der Bayerischen Landesbank München, ein Aktienpaket von 48,97 % an Wernesgrüner. Über den Preis machte das Unternehmen keine Angaben. Bitburger erhofft sich durch die Beteiligung "zusätzliche Wachstumsperspektiven". Allerdings wird Bitburger auch mit Wernesgrüner bundesweit nicht an den Konkurrenten Krombacher und Warsteiner vorbeiziehen können. Zur Bitburger Gruppe gehören unter anderem auch Köstritzer Bier aus Thüringen und Gerolsteiner. Im Jahr 2001 setzte die Gruppe insgesamt mehr als 13 Mill. Hektoliter Getränke ab.

Die Traditionsbrauerei Wernesgrüner, die zu den ältesten der Welt gehört, ist heute eines der erfolgreichsten Unternehmen der neuen Bundesländer. Im vergangenen Jahr wurden rund 800 000 Hektoliter Bier abgesetzt. Die Geschichte der Brauerei geht bis ins 15. Jahrhundert zurück. 1990 wurde aus dem ehemals Volkseigenen Betrieb (VEB) der DDR die Wernesgrüner Brauerei AG, die 1994 privatisiert wurde. 48,97 % der Anteile gingen damals an die Bayerische Kapitalbeteiligungsgesellschaft. Vor zwei Jahren übernahm die Riebeck Brauerei die verbliebenen Anteile der Familiengesellschafter (51,03 %). Sie soll am Ende noch 37 % an Wernesgrüner halten.

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