Bitkom erwartet erfreulichere Wachstumsraten
Mobil- und Internet-Dienste treiben Markt wieder an

"Wir haben ein hartes Jahr hinter uns, doch nun ist steht die Kommunikations- und Informationswirtschaft wieder in den Startlöchern", so Bitkom-Präsident Volker Jung bei der heutigen Jahres-Pressekonferenz des Bundesverbandes Informationstechnik, Telekommunikation und neue Medien.

Nie HANNOVER. Nachdem der deutsche Markt für Informationstechnik und Telekommunikation (ITK) 2001 lediglich um 1,7 Prozent auf ein Volumen von knapp 140 Milliarden Euro gewachsen ist, sieht der Branchenverband in diesem Jahr wieder ein Wachstum von 4,2 Prozent. 2003 soll die Nachfrage sogar deutlich spürbar um 8,6 Prozent zulegen. Wermutstropfen der zunächst positiven Zahlen ist, dass die westeuropäischen Wachstumsraten noch immer unter dem weltweiten Schnitt liegen werden. 2002 erwartet Bitkom für den weltweiten ITK-Markt ein Plus von 6,6 Prozent.

Als Branchenprimus zeichnet sich die Telekommunikation ab, hier erwartet Jung bereits in diesem Jahr einen Zuwachs um 6 Prozent auf einen Jahresumsatz von 68 Milliarden Euro und 2003 gar eine zweistellige Wachstumsrate. Markttreiber seien dabei die Mobilkommunikations- und Internet-Dienste. Jung: "In diesem Bereich wächst die Nachfrage fast durchgängig zweistellig. Mehr als sieben Millionen Deutsche sind in 2001 erstmals online gegangen. 37 von 100 Bundesbürgern bewegen sich regelmäßig im Web." Damit gehöre Deutschland zwar weiterhin nicht zu den führenden Online-Nationen, aber zumindest der Abstand werde geringer.

Zwei Zukunftsentwicklungen zeichnen sich dabei für Jung ab: Einerseits gehe der Trend hin zu kostenpflichtigen, personalisierbaren Inhalten und Diensten. Andererseits könne der Nutzer heute zwischen einer Vielzahl von Internet-Zugangstechnologien wählen. Ob DSL, Wireless-LAN, Satellit, TV-Kabel, Handy, ISDN, Stromnetz oder die gute alte Telefonleitung - neben dem Anbieter-Wettbewerb gebe es inzwischen einen Technologiewettbewerb in der Telekommunikation. Die Schere zwischen den wachstumsstarken neuen Diensten und der eher verhalten wachsenden Festnetztelefonie werde sich dabei weiter öffnen.

Doch nicht nur für die Telekommunikation geht es aufwärts, auch in der Informationstechnik solle es wieder positive Signale geben - maßgeblich aus dem Service- und Software-Sektor. Für das laufende Jahr rechnet der Branchenverband in beiden Segmenten mit einem Plus von fünf bis sechs Prozent.

Weiter auf dem Siegeszug sind laut Bitkom die mobilen Endgeräte Handy, Notebook und Taschencomputer (PDA). Während die Umsätze mit Desktop-PCs abermals zurückgehen werden, erwartet der Verband bei den mobilen Geräten einen leichten Anstieg. Der Umsatz mit PDAs, den so genannten Handhelds, soll in diesem Jahr sogar um 30 Prozent auf 300 Millionen Euro zulegen. Bereits 2001 gab es ein Plus von rund 20 Prozent. Auch das Geschäft mit Handys soll nach dem Einbruch in 2001 in diesem Jahr leicht auf 3,7 Milliarden Euro zulegen. 2001 war der Umsatz mit Mobiltelefonen um 37 Prozent auf 3,5 Milliarden Euro weggebrochen.

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