Bitte keine Parallelen mehr zum Desaster in Japan
Keine Angst vor der Krise

Deutschlands Banken und Versicherungen sind ins Gerede gekommen. Und das ist schlimm.

Schon vor Monaten gab es zahlreiche Anlässe, Krisenerscheinungen der Geldhäuser unter die Lupe zu nehmen. Diese Diskussion hat sich jetzt zugespitzt, findet zunehmend Aufmerksamkeit im Ausland. So mussten sich die Repräsentanten der deutschen Finanz am Rande der Weltwährungskonferenz in Washington jede Menge unangenehmer Fragen gefallen lassen. Geradezu spektakulär ist eine von großen Sorgen geprägte Studie der Merrill-Lynch-Analysten, die Parallelen zwischen unserer Entwicklung und der schweren japanischen Bankenkrise ziehen.

Banken und Versicherungen sind die Säulen der Stabilität einer Volkswirtschaft. Ich kann mich nicht erinnern, dass sich beide Branchen einmal so um das Vertrauen der Märkte bemühen mussten wie heute. Die negativen Schlagzeilen werden uns wohl noch einige Zeit begleiten, auch wenn sie teilweise spekulativ und stark übertrieben sind: Liquiditäts- und Eigenkapitalprobleme, Buchverluste, Ertragssorgen usw. Und einige schwächere Institute werden die schweren Zeiten sicher nicht alleine und im alten Anzug überstehen.

Aber: Es droht keine Existenzkrise der Geldbranche insgesamt - es wird und darf sie auch nicht geben! Und bitte keine Parallelen mehr zum Desaster in Japan! Bei uns ist zum Beispiel kein folgenschweres Immobilien-Monopoly wie in Japan gespielt worden. Also: Als Kunde gibt es keinen Anlass, seiner Bank oder Versicherung jetzt das Vertrauen zu entziehen. Deren Aktien sind aber nur etwas für Spekulanten - bis auf weiteres.

Machen Sie?s gut - bis morgen!

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%