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BKA-Vize ließ heimlich Mitarbeiter überprüfen

Der Vizepräsident des Bundeskriminalamts (BKA), Bernhard Falk, hat nach einem Bericht des Magazins „Focus“ heimlich die dienstlichen und privaten Telefonate eines kompletten Referats überprüfen lassen.

dpa MÜNCHEN. Der Vizepräsident des Bundeskriminalamts (BKA), Bernhard Falk, hat nach einem Bericht des Magazins "Focus" heimlich die dienstlichen und privaten Telefonate eines kompletten Referats überprüfen lassen.

Wie die Zeitschrift berichtete, wurden dabei die Verbindungsdaten aller Gespräche über einen Zeitraum von mehr als zwölf Monaten kontrolliert. Betroffen waren laut "Focus" 20 Beamte eines Spezialreferats, das gegen Agenten und Händler von Massenvernichtungswaffen ermittelt.

Falks Sprecherin Martina Link wollte sich nicht zu der internen Untersuchung äußern. Ermittlungen der Münchner Staatsanwaltschaft gegen die 20 Beamten wurden laut "Focus" mittlerweile ohne Ergebnis eingestellt.

Falk habe die Mitarbeiter dieser BKA-Abteilung pauschal verdächtigt, Dienstgeheimnisse verraten zu haben. Der Vorsitzende des Bundes Deutscher Kriminalbeamter, Klaus Jansen, sagte, es sei zu prüfen, ob Falk gegen das Fernmeldegeheimnis verstoßen und sich damit strafbar gemacht habe.

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