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Blackstone und Apollo wollen möglicherweise für Basell bieten

Die beiden Investmentgesellschaften Blackstone und Apollo prüfen nach Medienberichten ein gemeinsames Übernahmeangebot für das niederländische Chemie-Joint-Venture Basell von Basf und dem Ölkonzern Royal Dutch/Shell Group . "Eine Bewertung von drei bis fünf Mrd. € halte ich vor dem Hintergrund der hohen Rohstoffkosten und des Umsatzes von Basell für sehr realistisch", sagte eine Unternehmensquelle am Freitag der dpa-AFX. Blackstone und Basf wollten die Spekulationen um Basell nicht kommentieren. Bei Apollo Management war vorerst niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.

dpa-afx FRANKFURT. Die beiden Investmentgesellschaften Blackstone und Apollo prüfen nach Medienberichten ein gemeinsames Übernahmeangebot für das niederländische Chemie-Joint-Venture Basell von Basf und dem Ölkonzern Royal Dutch/Shell Group . "Eine Bewertung von drei bis fünf Mrd. ? halte ich vor dem Hintergrund der hohen Rohstoffkosten und des Umsatzes von Basell für sehr realistisch", sagte eine Unternehmensquelle am Freitag der dpa-AFX. Blackstone und Basf wollten die Spekulationen um Basell nicht kommentieren. Bei Apollo Management war vorerst niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.

Deutschland-Chef VON Blackstone

Die Fachzeitschrift "Daily Deal" hatte von einem möglichen gemeinsamen Vorgehen der beiden Investmentfirmen berichtet. Die Bewertung von Basell könnte nach Branchenkreisen zwischen drei und fünf Mrd. ? liegen, hieß es. Silke Stegemann, Analystin bei der LRP, schätzt den Unternehmenswert auf knapp fünf Mrd. ? (zwei Mrd. ? Schulden und drei Mrd. Verkaufspreis). Damit würden der Basf rund 1,5 Mrd. ? in die Kasse gespült. Basell habe im ersten Halbjahr 2004 das beste Halbjahresergebnis der Firmengeschichte präsentiert, erklärte die Analystin. Positiv zu werten sei, dass die Restrukturierung schon weit vorangeschritten sei und sich damit jährliche Kosteneinsparungen von 260 Mill. ? realisieren ließen.

Lösung BIS 2005

Royal Dutch/Shell Group und Basf hatten im Juli erklärt, sich bis zur ersten Hälfte 2005 von ihren Anteilen trennen zu wollen. dpa-AFX hatte Anfang August aus verhandlungsnahen Kreisen erfahren, dass beide Unternehmen mit einem amerikanischen Finanzinvestor und einem russischen Energiekonzern über den Verkauf der Beteiligung verhandeln. Die Banken Credit Suisse First Boston (Csfb) und Lazard sollen die Anteilseigner bei der Beurteilung der Optionen beraten.

Hintergrund

Die beiden Investmentgesellschaften Blackstone und Apollo gelten als erfahren im Umgang mit Transaktionen in der Chemiebranche. Blackstone hat dieses Jahr den Chemiekonzern Celanese für rund drei Mrd. ? übernommen. Im vergangenen Jahr hatten sich Blackstone und Apollo mit Goldman Sachs Capital Partners bei der rund vier Mrd. $ teuren Übernahme der Tochter Ondeo Nalco des französischen Versorgers Suez SA zusammengeschlossen.

Das 2000 gegründete Gemeinschaftsunternehmen Basell, das zu den führenden Herstellern von Polyolefinen gehört, ist jeweils zur Hälfte im Besitz von Shell und Basf. Basell mit Sitz im niederländischen Hoofddorp zählt weltweit 6 500 Mitarbeiter und kam 2003 auf einen Umsatz von sechs Mrd. ?. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) lag 2003 bei mehr als 300 Mill. ?.

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