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Blair der Wahlhilfe für Bush beschuldigt

Berichte über eine bevorstehende Entsendung britischer Truppen nach Bagdad haben Premierminister Tony Blair den Vorwurf der Wahlkampfhilfe für US-Präsident George W. Bush eingebracht.

dpa LONDON. Berichte über eine bevorstehende Entsendung britischer Truppen nach Bagdad haben Premierminister Tony Blair den Vorwurf der Wahlkampfhilfe für US-Präsident George W. Bush eingebracht.

Britische Medien meldeten am Samstag, dass britische Soldaten aus dem Südirak nach Bagdad verlegt werden sollten, um US-Truppen eine verstärkte Offensive in der Rebellenhochburg Falludscha zu erlauben. Das Verteidigungsministerium in London bestätigte "Gespräche" über Truppenverschiebungen.

Die konservative und liberaldemokratische Opposition warf Blair daraufhin vor, Bush im Wahlkampf-Endspurt helfen zu wollen. Auch Blairs ehemaliger Verteidigungsstaatssekretär Peter Kilfoyle sagte: "Das dient ganz klar dem Zweck, den Amerikanern zu zeigen, dass die Risiken gemeinsam getragen werden." Der ehemalige Außenminister Robin Cook warnte am Sonntag, in Bagdad könnten die Briten für die aggressive Strategie der Amerikaner mitverantwortlich gemacht werden. Nach einem Bericht des "Sunday Telegraph" ist auch die britische Militärführung gegen das Vorhaben.

Nach Informationen des "Independent on Sunday" hat Blair Bush grundsätzlich zugesagt, dass die USA in Nordengland Abfangjäger-Raketen stationieren dürften. Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums bestritt dies und sagte, in dieser Sache sei noch nichts entschieden. Die Opposition äußerte sich besorgt.

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